Die Suche nach Fotos,Fahrkarten und alten Geschichten
Zum 100. Jubiläum der Bahnstrecke 2027 rufenGeopark Porphyrland und Heimatvereine die Bevölkerung zur Spurensuche auf

Anlässlich des 100. Geburtstages der Bahnstrecke Wurzen-Eilenburg werden historische Dokumente und Materialien gesucht.Grafik: privat
Wurzen/Eilenburg. Im Mai 1927 rollte zum ersten Mal ein Zug zwischen Wurzen und Eilenburg – und mit ihm begann eine neue Ära für die Region. Die Strecke war über Jahrzehnte die Lebensader der Steinindustrie im heutigen Geopark Porphyrland. Jetzt, kurz vor dem 100. Geburtstag der Bahnlinie, wollen die Gemeinden Lossatal und Thallwitz gemeinsam mit Vereinen aus Wurzen, Eilenburg, Thallwitz und Lossatal ein großes Jubiläumsjahr auf die Beine stellen – und brauchen dafür die Hilfe der Bevölkerung.

Geplant ist ein ganzes Festjahr 2027 mit Vorträgen, Fotoausstellungen und zahlreichen Veranstaltungen. Höhepunkt soll ein großer Festtag am 29. Mai 2027 entlang der historischen Haltepunkte werden. Besucher dürfen sich dabei auf historische Sonderfahrten mit Schienenbussen, einen Tag der offenen Tür im Steinbruch Lüptitz, bunte Bahnhofsfeste an den Stationen Thallwitz, Collmen-Böhlitz, Zschepa-Hohburg und Lüptitz sowie ein Familienprogramm mit Kinderfest freuen. Damit die Geschichte der Bahn lebendig wird, suchen die Organisatoren nun gezielt nach historischen Schätzen aus privaten Beständen. Aufgerufen sind alle, die in Archiven, auf Dachböden oder in alten Fotoalben stöbern möchten. Gesucht werden historische Fotografien von Zügen, Bahnhöfen, Gleisanlagen, Personal, Fahrgästen oder den Steinbrüchen samt ihren Seilbahnen und Arbeitern.

Ebenso willkommen sind Dokumente wie alte Fahrkarten, Fahrpläne, Dienstanweisungen, Urkunden, Zeitungsartikel oder Briefe. Auch Gegenstände wie Eisenbahn- und Steinbruchutensilien, Uniformteile, Arbeitskleidung, Werkzeuge oder Schilder sind von Interesse. Und wer persönliche Erinnerungen an Zugfahrten oder die Arbeit im Steinbruch hat, kann diese Anekdoten sogar einfach per E-Mail als Text einsenden.

Für die Besitzer gilt: Keine Sorge um die Originale. Eingereichte Fotos und Leihgaben werden fachgerecht digitalisiert und mit Quellennennung sowie nach vorherigem Einverständnis für das Archiv des Geoportals Steinarbeiterhaus in Hohburg, für Ausstellungen oder Publikationen genutzt. Die Originale erhalten die Einsender auf Wunsch zurück. Schenkungen werden fachgerecht inventarisiert und bewahrt.

Wer Material oder Erinnerungen beisteuern möchte, kann sich an zwei Stellen wenden: an den Wurzener Geschichts- und Altstadtverein e.V. über Wilfried Römling (anwiroe@t-online.de) oder an das Geoportal Museum Steinarbeiterhaus Hohburg,

Dr. Katja Martin, Kirchgasse 5, 04808 Lossatal, bzw. per Mail an info@steinarbeiterhaus.de.

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