Der erste Bauabschnitt startet Anfang Oktober. Bis Ende November soll unter der Autobahn 14 eine zusätzliche Querung geschaffen werden. Hintergrund ist die bisherige Versorgungslage: Aktuell gibt es nur eine Leitung, die als störanfällig gilt. „Die Leitung ist alt und besteht noch aus Asbestzement – ein Material, das früher sehr viel eingesetzt wurde, heute aber gar nicht mehr verbaut werden darf. Sollte die Leitung kaputt gehen, hat das gesamte Gewerbegebiet kein Wasser“, erklärt Jens Glöckner, Projektleiter in der Investabteilung bei Veolia in Grimma.
Die neue Leitung besteht aus Polyethylen mit 140 Millimetern Durchmesser und wird zur zusätzlichen Absicherung in einem Schutzrohr verlegt. Alle behördlichen Genehmigungen liegen bereits vor. Den Auftrag für die Bauarbeiten hat die Aqua-Service Rohrleitungsbau GmbH aus Liebschützberg erhalten, da sie das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt hatte.
Insgesamt investieren die KWW rund 550 000 Euro in das Vorhaben.
Wer aufatmen möchte, sollte den Kalender noch nicht wegräumen: Der zweite Bauabschnitt folgt erst 2027. Dann wird auf der anderen Seite der Autobahn die Wurzener Straße/B 107 zur Baustelle – voraussichtlich ab Mitte März zwischen dem Kreisverkehr am OBI-Baumarkt und der Autobahn-Zufahrt. Neben der Erneuerung wird die Leitung dort auch vergrößert, von 15 auf 20 Zentimeter Durchmesser, um den gestiegenen Bedarf abzudecken.
Dabei wird es kaum ohne Einschränkungen abgehen: Eine halbseitige Sperrung der viel befahrenen Bundesstraße lässt sich laut Glöckner nicht vermeiden. Eine Umleitung wird ausgeschildert, betroffene Verkehrsteilnehmer sollten sich auf eine „Geduldsprobe“ einstellen.
Bis Pfingsten 2027 soll die Straße dann wieder frei befahrbar sein.