Ein Garten im Einklang mit der Natur braucht keine großflächig versiegelten Flächen. Wer beim Pflastern vorausschauend plant, schafft Lebensraum, kann Pflegeaufwand verringern und den Garten hitzeresilienter machen.
Durchlässige Pflastersteine lassen Regenwasser in den Boden versickern, statt es in die Kanalisation zu leiten. Das kann die Grundwasserneubildung unterstützen, Überschwemmungen vorbeugen und das Mikroklima verbessern. Bei ausgewiesenen versickerungsfähigen Systemen wird diese Leistung auch durch Gutachten belegt. Viele Kommunen belohnen versickerungsfähige Flächen mit reduzierten Abwassergebühren. Das gilt auch für Zufahrten oder Hofflächen.Fugen sind mehr als Lückenfüller. Bepflanzt verbessern sie das Kleinklima, nehmen CO2 auf und schaffen Lebensraum für Insekten, Bienen und Kleintiere. Auch auf kleinstem Raum kann so ein funktionierendes Ökosystem entstehen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern erfüllt auch einen praktischen Nutzen: Mehr Pflanzen senken die Umgebungstemperatur, ein Pluspunkt in heißen Sommern.Richtige Bepflanzung: Wer pflastert, will damit meist Wege oder Aufenthaltsflächen schaffen, die belastbar sein müssen. Das gilt auch in naturnahen Gärten. Um die Pflanzarbeit in den Fugen nicht zunichte zu machen, hilft es, von Anfang an auf trittfeste und pflegeleichte Pflanzen zu setzen. Bewährt haben sich Trittrasen-Mischungen, Kräuter wie Sand-Thymian und Pflanzen wie Pfennigkraut oder Goldmoos-Sedum. DJD