Die Kälte draußen lassen
Moderne FensteR können die Wärmedämmung des ­Hauses stark verbessern

Licht kommt ­hinein, Kälte bleibt draußen: Große ­Fenster­flächen sind sehr wohnlich, wenn sie richtig konzep­tioniert sind. Foto: djd/REHAU

Die Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass die Durchschnittstemperaturen in der Bundesrepublik zwar langfristig steigen, frostige Nächte, Schnee und Minusgrade jedoch weiter fest zum Winter in Deutschland dazugehören. Im Januar 2026 beispielsweise gab es mehrere Tage mit winterlichen Sturmlagen und Glatteis auf den Straßen. Für Hausbesitzer und Bauherren bedeutet das: Auch in Zeiten des Klimawandels bleibt der Schutz vor Wärmeverlusten entscheidend, um Heizenergie zu sparen und Wohnkomfort im Haus zu sichern. Der erste Ansatzpunkt sollten hier die Fenster sein.Sie zählen oft zu den größten Quellen für Wärmeverluste.

Besonders ältere Modelle mit Doppelverglasung oder unzureichend gedämmten Rahmen lassen Heizwärme nach außen entweichen. Wie gut ein Fenster dämmt, lässt sich an mehreren Kennwerten ablesen. Der Uw-Wert beschreibt die Wärmedämmung des gesamten Fensters, der Uf-Wert speziell die Dämmleistung des Rahmens. Niedrige Werte bedeuten jeweils bessere Dämmwirkung. Unter dem Link window.rehau.com/de gibt es genauere Informationen. Werden Fenster energetisch modernisiert, kann der Wärmeverlust deutlich sinken.

Eine Zweifachverglasung ist nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) die gesetzliche Mindestanforderung. Mit einer modernen Dreifachverglasung kann man bereits U-Werte erzielen, die dem Passivhausstandard entsprechen, wenn auch Rahmen und Einbau entsprechend hochwertig sind.

Der Raum zwischen den einzelnen Scheiben sollte mit Edelgasen gefüllt sein, zum Beispiel mit Argon, Krypton oder Xenon. Ihre Wärmedämmeigenschaften sind deutlich effektiver als die von Luft als Füllmaterial.

Neben der Verglasung des Fensters spielt die Bauweise der Profile eine wichtige ­Rolle. Stahlverstärkungen, meist zur Stabilisierung eingesetzt, können Wärmebrücken verursachen. Moderne Kunststoffsysteme wie Artevo von Rehau setzen zunehmend auf Materialien, die Stabilität und Wärmedämmung miteinander verbinden: Durch den glasfaserverstärkten Werkstoff Rau-Fipro X im gesamten Profilquerschnitt werden Lasten gleichmäßig verteilt, sodass auch bis zu 2,40 Meter große Elemente ohne Stahlarmierung auskommen.

Dadurch lassen sich Wärmebrücken reduzieren und Uf-Werte von bis zu 0,97 W/(m2K) erreichen. Große Glasflächen ermöglichen zusätzlich solare Wärmegewinne. Technologien wie eine LowE-Folie im Profil können Wärmeverluste weiter reduzieren. DJD
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