Wenn Juristen über Israel streiten
Neue Debattenreihe im Wurzener Ringelnatzhaus fragt:Verstößt Israel gegen das Völkerrecht?

Dr. Nina Keller-Kemmerer von der Justus-Liebig-Universität Gießen und Prof. Dr. Kai Ambos, Professor für Straf- und Völkerrecht diskutieren in Wurzen, ob Israel völkerrechtswidrig handelt. Foto: privat
Wurzen. Kaum ein Thema wird derzeit so hitzig diskutiert wie der Nahost-Konflikt – und immer wieder fällt dabei der Vorwurf, Israel handle völkerrechtswidrig. Doch was bedeutet das eigentlich genau, und stimmt der Vorwurf überhaupt? Diesen Fragen widmet sich die neue Diskussionsreihe „Jetzt mal Tacheles!“, die am Sonntag, dem 4. Oktober, um 17 Uhr im Ringelnatz-Geburtshaus in Wurzen startet.

Unter dem Titel „Was heißt hier Völkerrecht? Juristische Perspektiven auf den Nahost-Konflikt“ diskutiert Dr. Alexander Walther, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Tacheles 2026, mit zwei ausgewiesenen Fachleuten: Dr. Nina Keller-Kemmerer von der Justus-Liebig-Universität Gießen, die derzeit zum Thema „Antisemitismus als Rechtsbegriff“ forscht, und Prof. Dr. Kai Ambos, Professor für Straf- und Völkerrecht an der Universität Göttingen sowie Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Ambos hat sich in seinem Buch „Staatsräson nach Gaza“ ausführlich mit dem deutsch-israelischen Verhältnis und dem Völkerrecht auseinandergesetzt. Gemeinsam wollen die drei die seit 2023 immer wieder erhobenen Vorwürfe gegen Israel juristisch einordnen – sachlich, differenziert und für ein breites Publikum verständlich.

Der Eintritt ist frei.

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