Der Roman erzählt die Geschichte eines jungen nicaraguanischen Sandinisten, der nach dem Sieg der Revolution im Jahr 1979 die Chance erhält, in der DDR zu studieren. Aus der Perspektive eines Fremden blickt Ampié Loría auf seine Jahre in Ostdeutschland zurück und schildert eindrucksvoll, was es bedeutete, zwischen zwei Welten zu leben.
Dabei erinnert der Autor an die gelebte Solidarität vieler DDR-Bürgerinnen und -Bürger mit Nicaragua. Gleichzeitig spart er die interkulturellen und politischen Spannungen nicht aus, die das Zusammenleben ebenfalls prägten. So entsteht ein facettenreiches Bild der letzten Jahre der DDR – erzählt aus dem ungewöhnlichen Blickwinkel eines jungen Mannes, der sich in einer ihm fremden Gesellschaft zurechtfinden musste. Auf seinem Weg schloss er Freundschaften mit Arbeitern, Studierenden und Intellektuellen und erlebte so ein Deutschland, das viele heute kaum noch kennen.
Die Lesung im Ringelnatz-Geburtshaus bietet den Gästen Gelegenheit, mit dem Autor direkt ins Gespräch zu kommen: über Herkunft, Heimat, Zugehörigkeit und Integration. Themen, die angesichts aktueller gesellschaftlicher Debatten kaum aktueller sein könnten.
Der Eintrittspreis wird nicht vorgegeben, sondern kann von den Besuchern selbst festgelegt werden. Karten sind online, in der Tourist-Information Wurzen sowie im Ringelnatz-Geburtshaus zu den jeweiligen Öffnungszeiten erhältlich