Ringelnatz und die Familie Goeritz
Ein Abend im Ringelnatz-Geburtshaus Wurzen beleuchtet neue Facetten aus dem Leben des Dichters

Rabbiner Dr. Hugo Fuchs mit ­Familien Karl Goeritz und Felix Frank. Ringelnatz schrieb auch für die Familie Goeritz, die in Chemnitz unternehmerisch ­tätig war. Foto: Ringelnatzverein Wurzen
Wurzen. Joachim Ringelnatz ist vielen vor allem als humor­voller Dichter und Schöpfer skurriler Verse bekannt. Eine weniger bekannte Seite seines Schaffens rückt jetzt im Ringelnatz-Geburtshaus in Wurzen in den Mittelpunkt: seine Verbindung zur jüdischen Unternehmerfamilie Goeritz aus Chemnitz.

Am Freitag, 25. September, lädt der Joachim-Ringelnatz-Verein um 19 Uhr zu einem besonderen Gesprächsabend ein. Er trägt den Titel „Dichterfäden am Lebensabend – Joachim Ringelnatz und die Familie Goeritz“ und begleitet die Sonderausstellung „Zwischen hübschen Streifen“. Die Ausstellung widmet sich erstmals der Verbindung von Lyrik und Werbung im Werk von Ringelnatz. Der Dichter schrieb auch für die Familie ­Goeritz, die in Chemnitz unternehmerisch tätig war. Kurator Jürgen Nitsche berichtet an diesem Abend von seinen Forschungsergebnissen und von der Entstehung des Ausstellungsprojekts.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den letzten Lebensjahren des Schriftstellers. Autor ­Roland Lampe stellt seinen neuen biografischen Band vor, der sich mit Ringelnatz’ Lebensabend und seinem Tod beschäftigt. Im Gespräch sollen auch bislang wenig bekannte Beziehungen und Stationen aus dem Umfeld des Dichters zur Sprache kommen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Nora Pester, Verlegerin des Leipziger Verlags Hentrich und Hentrich und Pressesprecherin des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen. Der Abend ist Teil von „Tacheles 2026“.

Die Gäste entscheiden selbst, wie viel Eintritt sie zahlen möchten. Karten gibt es online, in der Tourist-Information Wurzen ­sowie im Ringelnatz-Geburtshaus zu den jeweiligen Öffnungs­zeiten.

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