Schotter, Kekse, Maschinen
Eine neue Ausstellung beleuchtet 190 Jahre Wirtschaftsgeschichte des Wurzener Landes

Die Industrie-Kultur-Ausstellung in Wurzen ist derzeit noch im Aufbau und kann ab 7. September besichtigt werden.Foto: privat
Wurzen. Wurzen und sein Umland zählen zu den vielfältigsten Industriestandorten Sachsens – eine Dichte, die für eine Stadt dieser Größe außergewöhnlich ist. Seit 1837 hat sich hier eine breite Wirtschaftsstruktur entwickelt, an die nun eine neue Ausstellung anknüpft.

Im Juni gründete sich die „AG Industriekultur“ der Standortinitiative Wurzener Land, getragen von mehreren Vereinen und Institutionen: dem Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein, dem Kulturgeschichtlichen Museum Wurzen, dem Steinarbeiterhaus Hohburg sowie den Eisenbahnfreunden Lüptitz. Gemeinsam haben sie eine Ausstellung erarbeitet, die drei zentrale Wirtschaftszweige der Region vorstellt: die traditionsreiche Steinindustrie mit dem daraus entstandenen Eisenbahnnetz, die deutschlandweit bekannte Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft sowie die bis heute starke Metallverarbeitung und den Maschinenbau, deren Produkte teils weltweit gefragt sind.

Damit setzt die AG eine Tradition fort, die die Standortinitiative seit ihrer Gründung 2003 prägt: Industrie und Landwirtschaft der Region einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Schon im vergangenen Jahr hatte eine Ausstellung zur Geschichte der Teppichfabrik Wurzen in den leerstehenden Räumen am Markt 9 großen Anklang gefunden – nun folgt am selben Ort ein deutlich größerer Querschnitt der Wurzener Industriegeschichte.

Die Eröffnung findet am Montag, dem 7. September, um 17 Uhr statt. Alle interessierten Bürger sind eingeladen. Danach ist die Ausstellung montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr zu besichtigen, während des Erntedankfestes am 19. und 20. September von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Schau ist zugleich Teil der Leipziger Tage der Industriekultur, die vom 7. bis 13. September stattfinden. Der Verein SiW hat dafür acht Unternehmen gewonnen, die sich am „Offenen Werktor“ beteiligen und Einblicke in ihren Betrieb geben.

Ein Programmheft liegt in den teilnehmenden Unternehmen aus, das Programm ist zudem online unter tik-leipzig.de einsehbar.

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