Wenn das Leben sichdem Ende zuneigt
Im Landkreis Leipzig können Interessierte lernen, wie sie Sterbendebegleiten – ein Kurs gibt Mut und praktisches Wissen

Landkreis Leipzig. Sterben gehört zum Leben – und dennoch stehen viele Menschen sprachlos da, wenn ein geliebter Mensch im Sterben liegt. Was sagen? Was tun? Wie nah darf man kommen? Der „Letzte Hilfe Kurs“ gibt darauf Antworten. Am 29. August findet er im Landkreis Leipzig statt – und richtet sich an ganz normale Bürgerinnen und Bürger.

Von 9 bis 13.30 Uhr treffen sich Interessierte im Gemeindesaal der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Brandis-Beucha, Kirchplatz 3 in Brandis. Geleitet wird der Kurs von Claudia Hottas und Annika Eckert, zwei erfahrenen Referentinnen aus der Hospiz-, Palliativ- und Trauerarbeit. Für beide ist das Anliegen klar: Das Thema Sterben soll aus der gesellschaftlichen Tabuzone heraus – zurück in die Mitte des Lebens.

Der Kurs ist in vier Module gegliedert: „Sterben ist ein Teil des Lebens“, „Vorsorgen und entscheiden“, „Leiden erkennen und lindern“ sowie „Abschied gestalten und aushalten“. In knapp viereinhalb Stunden erhalten die Teilnehmenden Basiswissen, Orientierung und einfache Handgriffe – keine medizinische Ausbildung, sondern menschliche Begleitung. Denn Sterbebegleitung beginnt nicht im Krankenhaus. Sie beginnt mit einem Blick, einem Glas Wasser, einem stillen Dasein.

„Der Kurs ist für alle gedacht, die sich nicht abwenden, sondern zuwenden wollen“, heißt es in der Kursbeschreibung. Eine Voraussetzung gibt es nicht – nur die Bereitschaft, sich dem Thema zu öffnen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind bis einen Tag vor dem Termin möglich – per Telefon unter 0151/28841465 oder per E-Mail an praxis@beratung-eckert.de. Infos: www.letztehilfe.info

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