Vom Brachland zum Treffpunkt: Nerchau wird neu gedacht
Kulturhaus, Bahngelände und Ortsmitte sollen mit Fördermitteln aufgewertet werden

Ein Geldsegen für Nerchau: Der Ortsteil von Grimma, bekommt 6,6 Millionen Euro Fördermittel für den Umbau. Foto: Thomas Kube
Nerchau. Ein altes Kulturhaus, ein brachliegendes Bahngelände, eine Hauptstraße, die ihr Potenzial längst nicht ausschöpft: Der Grimmaer Ortsteil Nerchau steht vor einem grundlegenden Wandel. Möglich macht das ein Förderbescheid in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro, den die Stadt Grimma im Landkreis Leipzig in diesem Jahr erhält.

Das Geld kommt aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“, mit dem Sachsen in diesem Jahr insgesamt 34 Städte und Gemeinden unterstützt. Grimma ist neu dabei – und gehört gleich zu den größten Empfängern unter den neu aufgenommenen Kommunen. Bis zum Jahr 2040 kann die Stadt mit insgesamt rund zehn Millionen Euro planen.

Im Mittelpunkt steht der Ortsteil Nerchau, der als zentraler Versorgungsstandort gesichert und in seinem Ortsbild deutlich aufgewertet werden soll. Das ehemalige Kulturhaus soll saniert werden und damit wieder ein Ort für die Gemeinschaft entstehen. Das alte Bahngelände wird entsiegelt und begrünt – aus ungenutzter Fläche wird Grünraum. Entlang der Hauptstraße und auf zentralen Plätzen soll zudem das Stadtklima verbessert werden. Staatsministerin Regina Kraushaar betont, worum es beim Programm letztlich geht: „Es geht nicht um Steine, sondern um Menschen. Das Programm stärkt den Alltag vor Ort – für Familien, für einen florierenden Handel, für Vereine und für die Menschen, die dort leben und arbeiten.“ Seit 1991 sind über 6,6 Milliarden Euro aus Bund und Land in sächsische Städte und Gemeinden geflossen.

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