Den Abriss vorfristig erledigt
Das haben die Bauarbeiter am vergangenen Wochenende auf der A14 zwischen Mutzschen und Grimma

Rund um die Uhr waren die Bauarbeiter am Start und vorfristig fertig: Der Abriss der Brücke über die A14 bei Grimma war am Sonntagabend abgeschlossen.Foto: Lucas Aurich
Grimma. Nichts ging mehr auf der A 14 zwischen den Anschlussstellen Mutzschen und Grimma – dies spürte man am vergangenen Wochenende auch auf den Straßen rund um Grimma. Die Ursache: Das Überführungsbauwerk „21Ü2“ – also die Brücke über die Autobahn zwischen Grottewitz und Würschwitz – wurde abge- rissen. Und dies sogar schneller als geplant.Am Freitagabend, 31. Juli, ab 20 Uhr war es soweit: Vollsperrung auf der A 14, die Bagger rückten an und machten sich ans Werk, und das rund um die Uhr. Das Ziel war klar: Am Montag, 3. August, um 5 Uhr sollte die Vollsperrung aufge-hoben werden. Um es vorweg zu sagen: Das Ziel wurde erreicht. Vor der angepeilten Zeit. In Richtung Dresden rollte der Autobahnverkehr bereits am 2. August ab 21.30 Uhr, die Gegenfahrbahn wurde um 22 Uhr freigeben.

Womit dann auch die genannte Brücke verschwunden ist. Größtenteils: Im Laufe des vergangenen Wochenendes wurden die Betonschutzwände auf dem Mittelstreifen zurückgebaut, dann rückte man mit Abbruchzangen und -hämmern dem eigentlichen Überführungsbauwerk zu Leibe.

Dabei wurden der gesamte Überbau der Brücke einschließlich der Brückenentwässerung und der Geländer sowie die Mittel- und Randpfeiler vollständig abgebrochen. Abschließend wurden die dabei ange-fallenen Rückbaumassen zum Zwischenlager transportiert. Darüber hinaus wurde in kürzester Zeit die Fahrbahn wieder gereinigt.

Und so geht es zwischen Mutzschen und Grimma weiter: Bis zum 7. September läuft die dritte Abrissphase. Da im Abbruchbereich ein Fernmelde-kabel verläuft, muss dieses zunächst umverlegt werden.

Danach folgt der Abbruch von weiteren Fundamenten im Randbereich. Die Arbeiten in Phase drei finden unter Sperrung des Standstreifens statt. Die zwei Fahrstreifen werden in beiden Fahrtrichtungen erneut nach links verschoben, bleiben den Verkehrsteilnehmenden jedoch zur Nutzung erhalten. Es kommt lediglich zu einer Reduzierung der Fahrstreifenbreiten.

In einer letzten Phase erfolgt die Wiederherstellung des Mittelstreifens. Der Verkehr wird rechtsseitig auf weiterhin jeweils zwei Fahrstreifen an der Maßnahme vorbeigeführt (Rechtsverzug). Die Arbeiten sollen Ende September abgeschlossen sein.

Der Hintergrund: Die Brücke musste bereits im Oktober 2025 gesperrt werden – eine Sonderprüfung hatte an der Brückenunterseite neue Risse sowie Vergrößerungen bereits vorhandener Rissbreiten festgestellt.Diese Schäden deuten auf eine kritische Beeinträchtigung des Bauwerks hin und könnten bei weiterer Nutzung die Standsicherheit gefährden. Deshalb waren sowohl eine Sperrung als auch der Abriss unbedingt notwendig. Vor- gesehen ist, dass im Jahr 2028 mit dem Ersatz-Neubau begonnen wird. und red./jw
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