Schlauch, Rutsche, Kinderwagen: Alles Hitzefallen für Kids

Eine Gefahr für Kinder: Auch Spielgeräte wie Metallrutschen ­können sich bei direkter Sonneneinstrahlung stark aufheizen.Foto: Christin Klose/dpa

Um Kinder bei unerträglicher Hitze zu schützen, denken besorgte Eltern an Sonnencreme, Schatten und ausreichendes Trinken. Doch es gibt Orte, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, sich aber als gefährliche Hitzefallen entpuppen. 

Für kleine Racker bringt es meist einen Riesenspaß, an heißen Tagen mit dem Schlauch abgespritzt zu werden und mit den Wasserstrahlen um die Wette zu hüpfen. Was wie eine harmlose Abkühlung wirkt, kann aber schlimm enden: Wasser, das längere Zeit in einem Gartenschlauch in der Sonne steht, kann sich stark aufheizen. Eltern sollten das erste Wasser ablaufen lassen und die Temperatur vorab mit der Hand prüfen.

Auch Spielplätze können sich bei direkter Sonneneinstrahlung stark aufheizen. Eltern ist oft durchaus bewusst, dass Metallrutschen richtig heiß werden können. „Weniger bekannt ist, dass auch Kunststoff, Gummi oder dunkle Fallschutzmatten Temperaturen erreichen können, die für Kinderhaut problematisch sind“, sagt Till Dresbach, leitender Oberarzt der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin am Uniklinikum Bonn. Sein Rat: Eltern sollten Spielgeräte und Oberflächen vor der Nutzung mit der Hand prüfen. Kinderhaut ist deutlich empfindlicher als die Haut Erwachsener. Deshalb gelte: Was für die Hand eines Erwachsenen bereits unangenehm heiß ist, kann für Kinder schmerzhaft oder sogar gefährlich werden.

Wenn die Sonne brennt, sieht man oft, wie Eltern mit Tüchern und Decken den Kinderwagen abdecken, um Kinder vor den Strahlen zu schützen. Dabei entsteht allerdings ein unbeabsichtigtes Risiko. Dadurch kann die Luftzirkulation eingeschränkt werden, sodass sich Hitze im Wageninneren staut. „Ein Tuch über dem Kinderwagen spendet zwar Schatten, kann aber gleichzeitig die Luftzirkulation einschränken und einen Hitzestau begünstigen“, erklärt Dresbach. Sein Rat: Kinderwagen sollten möglichst im Schatten stehen und ausreichend belüftet werden. Wichtig ist zudem, Kinder regelmäßig zu kontrollieren. Ein heißer oder feuchter Nacken kann auf eine beginnende Überhitzung hinweisen.

Besonders gefährlich sind abgestellte Fahrzeuge. „Schon wenige Minuten können ausreichen, damit sich ein Auto gefährlich aufheizt“, warnt Dresbach. „Kinder dürfen deshalb niemals allein im Fahrzeug zurückgelassen werden – auch nicht bei geöffnetem Fenster.“ und dpa
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