Am Mittwoch gaben Oberbürgermeister Tino Kießig und weitere Projektbeteiligte die Straße offiziell für den Verkehr frei. Doch das Ergebnis ist mehr als nur frischer Asphalt.
Die Stadt Grimma hat die Goethestraße gemeinsam mit den Kommunalen Wasserwerken Grimma-Geithain (KWW) und Mitnetz Strom von Grund auf saniert. Unter der Fahrbahn wurden rund 500 Meter Trinkwasserleitungen und etwa 1000 Meter Mischwasserkanal erneuert. Auch Hausanschlüsse, Stromleitungen und weitere Versorgungsmedien sind auf dem neuesten Stand.
An der Oberfläche zeigen sich ebenfalls deutliche Verbesserungen: Neue Gehwege aus einheitlichem Betonpflaster, moderne Bushaltestellen mit Hochborden sowie Blindenleitplatten für sehbehinderte Menschen prägen künftig das Straßenbild. Weil die Straße zu schmal für eigene Radstreifen ist, gilt nun Tempo 30 – für mehr Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
Rund 2,2 Millionen Euro wurden insgesamt investiert. Den Löwenanteil beim Straßenbau übernahm der Freistaat Sachsen mit einer Förderung von 75 Prozent aus dem Kommunalen Straßenbaubudget. Die Stadt Grimma steuerte rund 540 000 Euro Eigenmittel bei, die KWW investierten zusätzlich rund 750 000 Euro in die Infrastruktur unter der Erde.