Alte Scheune erwacht zu neuem Leben
Eine Feldsteinscheune aus dem 17. Jahrhundert in Nerchau wird zum Begegnungsort – und gewinnt den Sächsischen Staatspreis Ländliches Bauen

So sah die Scheune in Nerchau vor dem Umbau aus. Foto: Thomas Kube
Nerchau. Was lange nur als baufälliges Relikt am Rand des Dorfes stand, ist heute ein lebendiger Ort für alle: Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Nerchau hat ihre historische Pfarrscheune saniert und zu einem Begegnungsort umgebaut – und dafür jetzt den Sächsischen Staatspreis Ländliches Bauen in der Kategorie „multiple Nutzung“ erhalten.

Die Feldsteinscheune im Grimmaer Ortsteil Nerchau stammt aus dem 17. Jahrhundert und stand lange kurz vor dem Verfall. Heute ist sie ein Ort, der viele Menschen zusammenbringt: Sie dient als Winterkirche und Raum für Trauerfeiern, als Bühne für Konzerte und Theater, als Treffpunkt für Vereine – und bietet Pilgernden und Radreisenden sogar eine Übernachtungsmöglichkeit.

Was das Projekt auszeichnet, ist nicht nur die handwerkliche Leistung, sondern das dahinterstehende Konzept. Die Jury des Staatspreises würdigte ausdrücklich, wie es der Kirchgemeinde gelungen ist, ein historisches Gebäude dauerhaft zu erhalten und gleichzeitig für viele Generationen nutzbar zu machen.

Staatsministerin Regina Kraushaar brachte es auf den Punkt: „Wer im ländlichen Raum baut, baut nicht nur ein Haus. Er prägt das Gesicht seines Ortes.“ Der Staatspreis Ländliches Bauen wird vom Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert. Er findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt.

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