Wenige Künstler, großes Engagement
Die Region war bei der Aktion „Kunst: offen in Sachsen“ kaum noch vertreten – doch einige Künstler zeigten ihre Arbeiten

In Naunhof ist Helgard Flügge eine feste Größe bei diesem traditionellen Kunstprojekt. Neben ihrem bildnerischen Schaffenswerk hat sie sich seit einigen Jahren speziell auf Glaskunst spezialisiert. Auch Ehemann Hans staunt immer wieder über die Neuigkeiten seiner Frau aus ihrem Künstleratelier. Foto: Thomas Kube
Naunhof. Wer im Internet auf die aktuelle Karte der jährlichen Pfingstaktion „Kunst: offen in Sachsen“ schaut, der findet nur noch wenige Mitstreiter in der Region Leipzig, dagegen aber zahlreiche Angebote rund um Chemnitz und Dresden. Dabei gibt es auch im ehemaligen Regierungsbezirk Leipzig unzählige freischaffende oder sogar hauptberufliche Künstler aller Genres. Doch der Aufwand steht wohl nicht im Verhältnis zum Nutzen, wenn man zwei komplette Pfingstfeiertage opfert und dann doch nur ein überschaubarer Kreis an interessierten Besuchern vorbeischaut. Aber immerhin, rund um Grimma im Muldental gab es noch einige rote Punkte im diesjährigen Programmheft von „Kunst offen in Sachsen“.

Seit vielen Jahren zählt Helgard Flügge aus Naunhof dazu. Sie hat wiederum ihr Wohnhaus und den angrenzenden Garten zur „Kunst-Meile“ ausgestattet. Vom Erdgeschoss bis unters Dach können Besucher dort alljährlich ihre vielseitige Kunst betrachten. Jahrzehntelang der bildnerischen Kunst zugewandt, ist sie vor einigen Jahren zusätzlich auf eine eigenwillige Glaskunst umgeschwenkt. Und das erzeugte so viel Aufmerksamkeit, dass sie sogar im traditionsreichen Glaswerk Torgau an der Elbe ihre Exponate zur Schau stellen konnte.

Nur wenige Straßenzüge weiter hatte eine weitere Naunhoferin ihr kleines, aber feines Kelleratelier geöffnet. Kerstin Globig, die auch unter dem Künstlernamen „Anna“ zu finden ist, setzte sich ursprünglich mit textilen Färbe- und Filztechniken auseinander. Später widmete sie sich zunehmend dem Freihandzeichnen und der Malerei und schafft dabei eigenwillige Motive. Sie selbst sagt: „Farben berühren mich. Sie sind für mich die Poesie in der Malerei. Ich schätze in meiner Kunst sehr die abstrakte Naturdarstellung. Meine Bilder signiere ich mit dem Namenszug „Anna“. Es ist der Name meiner Großmutter.“

Drei weitere Künstlerinnen im Naunhofer Ortsteil Albrechtshain – Franziska Beranek, Scott Galvao und Cindy Orlamünde – sowie die Keramikkünstlerin Nana Dahler in Trebsen und das Künstlerehepaar Heider-Martin in Schönbach bei Colditz vervollständigten das diesjährige Angebot in der Region.

und Thomas Kube
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