„Auf der Suche nachdem Ursprung“
Bildhauerin und Malerin Sa Reichel zeigt ihre Arbeiten ab 16. Maiin der Rathausgalerie in Grimma

Werke der chinesisch-deutschen Künstlerin Sa Reichel sind ab 16. Mai in der Rathausgalerie in Grimma zu sehen.Foto: privat
Grimma. Die Künstlerin Sa Reichel und der Förderkreis für Kunst und Kultur Grimma laden am 16. Mai ab 14 Uhr zur Eröffnung einer neuen Kunstausstellung in die Rathausgalerie in Grimma ein. Die Laudatio hält Benjamin Creutzfeldt aus Leipzig. Die Ausstellung mit dem Thema „Auf der Suche nach dem Ursprung“ zeigt Exponate der Künstlerin, inspiriert vom Beginn und der Entwicklung bis zur Vollendung der Kunst alter Kulturen, einen Querschnitt an Plastiken und Malereien in der Schaffensperiode 2018 bis 2025.

Sa Reichel, geboren 1968 in China, ist eine chinesisch-deutsche Künstlerin der bildenden Künste. Ihre akademische Ausbildung als Designerin beendete sie erfolgreich an der Academy of Arts und Design der renommierten Tsinghua University in Peking. Bis 1993 schuf Sie Buchillustrationen am Lijiang Publishing House in Guilin.

1993 siedelte sie in die Bundesrepublik Deutschland nach Franken um. Die Künstlerin zeigte schon in den 90ern als Galeristin und in gemischten Ausstellungen ihre Kunst sowie auch Exponate anderer chinesischer Künstler. 2018 zog sie nach Thallwitz ins Leipziger Land und eröffnete ihr Atelier in Wurzen. Sie ist bis heute als freischaffende Künstlerin tätig.

Ihr Schwerpunkt liegt in der Schaffung von Plastiken der freien Keramikkunst. Die Malerei zeigt und vervollkommnet Ihre Vielseitigkeit in der abbildenden Kunst. In der Ausstellung sieht der Besucher Plastiken in Form von Figuren, Szenen, Reliefs und Monumenten der legendären Mythologie in der Antike – filigran und naiv.

Die Inspirationen der Künstlerin basieren auf den Themen des Shanhaijing (übersetzt „der Klassiker der Berge und Meere“) – der ältesten und mündlich überlieferten mythologischen Literatur Chinas. Plastiken und Reliefs widmet sie auch den spektakulären Fundstätten von Artefakten, der verlorenen Stadt Sanxingdui, welche dem 4000 Jahre alten Königreich der Shu und im Südwesten Chinas liegend, zugeordnet werden. Fantasievoll gearbeitete mystische Wesen und Gottheiten sind das Produkt ihrer Ideen.

Die Bilder der Künstlerin orientieren sich in ihren Werken an der Maltechnik „Modern Heavy Color“ der Yunnan School of Art, die speziell ist und sich im Malmaterial und im Malverfahren von bisher angewandten Malkünsten unterscheidet.

In den Bildinhalten vermittelt die Künstlerin Themen der chinesische Tradition, wie die der chinesischen Volkskunst und den Abbildern vielseitiger Natur. Gepaart und ausgeführt in der Maltechnik moderner westlicher Farben, ergibt dies das sichtbare Ergebnis.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Juni in der Rathausgalerie zu sehen. Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung.

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