Die Stadt möchte die Umgestaltung gemeinsam mit den Menschen ihrer Stadt stemmen. Nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch, um identitätsstiftende Beteiligung zu ermöglichen. Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen und Vereine können für 435 Euro ihrer Stadt und der Umwelt etwas Gutes tun und einen Baum finanzieren.
Das hat bis jetzt schon einigermaßen gut funktioniert. 43 Bäume von insgesamt 83, die Schritt für Schritt neu gepflanzt wurden und werden, haben Paten. Ehemalige Döbelner, Vereine oder Unternehmen haben sich entschieden, ihrer Stadt einen Baum zu schenken und sich auf diese Weise zu verewigen. Denn wer einen Baum pflanzt, bekommt ein Schild, auf dem der Spendername oder ein Text nach Wunsch graviert ist. Auch drei von zehn Bänken für die Parkanlage sind von Bürgern der Stadt finanziert worden. Ein Teil der Spender hat sich am Pflanzen der Bäume beteiligt. Das sorgt nicht nur für eine ganz besondere Verbindung zur Aktion und zur Anlage, sondern reduziert den Spendensumme.
435 Euro kostet ein Baum – inbegriffen sind in diesen Kosten drei Jahre Pflege durch die Stadt. So lange dauert es, bis die Bäume richtig eingewurzelt sind und ohne Unterstützung von außen, wie etwa zusätzliches Gießen, auskommen. Wer bei der Pflanzung dabei ist und selbst mit Hand anlegt, zahlt 334 Euro. Auch rückwirkende Patenschaften sind möglich.
Nachdem im vergangenen Herbst im Norden der Anlage die sogenannte Fruchtinsel bepflanzt, und an der zukünftigen Hainbuchenallee Bäume gesetzt wurden, gibt es jetzt noch zwei Areale, die neu gestaltet werden sollen: ein Nadelwäldchen an der Mauer im Osten des Parks und das sogenannte Laubdach im Westen.
„Wir haben uns entschieden, jetzt im Herbst beide Bereiche zu bepflanzen und später nur noch einzelne Bäume zu setzen“, sagt Maja Köhler vom Stadtplanungsamt. Damit soll vermieden werden, dass der Untergrund in der Parkanlage durch schweres Gerät zu stark belastet wird.
Gerade werden nicht nur die Schäden an den Wiesen, die durch große Fahrzeuge entstanden sind, repariert, sondern auch die Wege neu angelegt. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Wegen gibt es zukünftig einen weiteren, der in einer Runde den gesamten Park umläuft. Wer diesen Weg geht, kommt an allen fünf neu angelegten Baum- und Strauchgruppen vorbei, die in organischer Blattform angelegt sind. Insgesamt 16 Laubbäume und neun Nadelbäume werden am 14. November zwischen 8 und 12 Uhr gepflanzt. Auch sechs Rhododendron müssen in die Erde gebracht werden. Mit Ulmen, Amberbaum, Zürgel- und Tulpenbaum, Blutpflaumen, Linden und Schnurbaum handelt es sich bei den Laubbäumen um sogenannte Zukunftsbäume. „Also solche, bei denen wir hoffen, dass sie mit den sich wandelnden klimatischen Bedingungen gut klarkommen“, so Maja Köhler.
Vielfalt wird großgeschrieben beim Projekt: Es sollen möglichst viele verschiedene Baumarten einen Platz in der Anlage finden. Das gilt auch für die Nadelbäume: Neben Eiben und Weißtannen tauchen Schwerinkiefer, Zirbelkiefer und Drehkiefer in der Pflanzliste auf.
Nicht nur Spender, auch Pflanzhelfer sind gern gesehen. Andrea Panke beispielsweise wird in diesem Jahr wieder bei der Baumpflanzaktion dabei sein. Nachdem sie im vergangenen Jahr bereits einen Baum gespendet hat, will sie dieses Mal selbst mit Hand anlegen: „Ich finde die Aktion einfach toll!“
und M. Engelmann-BunkWer Pate für einen Baum oder eine Bank werden möchte, wendet sich an Maja Köhler vom Stadtplanungsamt, Tel. 03431/579 234, E-Mail: stadtplanung@
doebeln.de.