Die Strecke mit Start und Ziel mitten in der Stadt, und zwar auf dem Obermarkt, hat nicht allein durch die historische Kulisse ein besonderes Flair. Der lang gestreckte Platz ist von der Stadtarchitektur her bereits die hohle Gasse, durch die alle Läufer kommen müssen.
Wegen des 1045-jährigen Stadtjubiläums hätten es gerne 1045 Laufteilnehmer werden können. „Es war eine symbolische Zahl, und die haben wir nicht ganz erreicht“, so Andreas Bunk von Team der Organisatoren. Dennoch kam die beachtliche Anzahl von 903 Läufern zusammen und damit ein erneuter Teilnehmerrekord. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl die 700er-Marke erreicht.
Die Obermarkt-Start- und Ziel-Premiere solle nun doch keine Eintagsfliege bleiben, so Bunk. „Wir sind mit dem Verlauf der Veranstaltung auf der neuen Strecke sehr zufrieden und werden jetzt an der einen und anderen Stelle nachjustieren.“ Als neuralgischer Ort für das Herz der Laufstrecke habe sich der Obermarkt bewährt.
Wolfgang Illgen aus Döbeln hat es diese neue Strecke auf jeden Fall angetan. Der 77-Jährige ist seit etwa 20 Jahren passionierter Rennsteigläufer. Doch den Halbmarathon in Döbeln hat er ebenfalls schon mehrfach absolviert. „Ich freue mich über die neue Strecke, die ein Stück durch die Stadt führt. Das ist doch schön”, sagt er, „so kommt Döbeln wieder bei einem anderen Personenkreis gut zur Geltung, der nämlich aus einem sportlichen Grund von weiter her zu uns anreist.“
Die 21.195 Kilometer lange Strecke des Halbmarathons liefen Christina Fuhrmann bei den Frauen und Erich Haake bei den Männern am schnellsten. Den Sparkassen Kids-Cup entschieden auf der 400-Meter-Strecke Richard Schinnerl und Greta Mehner für sich. Auf der 800-Meter-Strecke gewannen Fabian Bauer und Rosalie Bauer.
Das Motiv der diesjährigen Finisher-Medaille hat mit Julius Wehner ein Lessing-Schüler der Kunst AG von Anja Fischer entworfen. Zwei Läufer passieren darauf den stilisierten Rathausturm von Döbeln.
Ob Cheerleader, Techniker, Streckenposten und weitere Unterstützer – insgesamt war eine Crew von rund hundert Helfern in die Laufveranstaltung eingebunden.
„Ich kann gar nicht oft genug betonen, dass so ein Ereignis trotz noch so guter Ideen nie umsetzbar wäre, wenn es nicht all diese Leute hinter den Kulissen gäbe“, sagt Organisationsleiter Andreas Bunk vom Team neuelaufkultur. Familie, Freunde, und wiederum deren erweiterte Familien- und Freundeskreise stünden hinter der Idee, die in Kooperation mit dem Welwel Sport- und Tanzverein und mit starken Sponsoren im Rücken verwirklicht werden kann.
steffi und Robak