Mit der Wende änderte sich vieles, die Auswahl an modischen Brillen vergrößerte sich enorm. Neue Chancen boten sich – Albrecht Fuhrmann konnte das Geschäftshaus erwerben die Ladenräume umfassend modernisieren. Die nächste Generation stand da schon in den Startlöchern, im Jahre 2000 übergab er sein Geschäft an seinen Sohn Jens, arbeitete jedoch noch fünf Jahre als Angestellter mit. Nun leiten Jens Fuhrmann und seine Frau Ilka das Fachgeschäft.
Längst ist aus der Welt der Augenoptik eine Familientradition geworden. Mit Albrecht Fuhrmanns Enkel Sören ist mittlerweile die dritte Generation in der Branche unterwegs. Sören Fuhrmann absolvierte Ausbildung und Meisterstudium und schloss mittlerweile in Köln ein Studium als Optometrist ab. Seit acht Jahren arbeitet er in Oschatz. Damit schließt sich ein Kreis – Vater, Sohn und Enkel waren sogar an der gleichen Meisterschule. „Es gab mal ein Heft von allen Absolventen, und wir waren die einzigen, die mit drei Generationen vertreten waren“, so Albrecht Fuhrmann.
Für seine jahrzehntelange Arbeit fürs gute Sehen wurde Albrecht Fuhrmann Ende vergangenen Jahres mit einer ganz besonderen Auszeichnung geehrt. Er erhielt den diamantenen Meisterbrief – seine Meisterprüfung lag damals genau sechs Jahrzehnte zurück. Verändert hat sich seitdem vieles, manches ist im Vergleich mit alten Brillen sofort zu sehen. Früher kamen oft sehr dicke Gläser zum Einsatz, Alternativen gab es kaum. Längst gibt es viel dünnere Varianten, auch Brillengläser aus Kunststoff spielen eine wichtige Rolle. Eine Brille ist zum modischen Hinguckcer geworden, die Vielfalt ist fast unuberschaubar. Geändert hat sich vieles – geblieben ist die Nähe zu den Kundinnen und Kunden, die bei Augenoptik Fuhrmann an der richtigen Adresse sind. Und das seit sechs Jahrzehnten.