Seit zehn Jahren praktiziert er gemeinsam mit seiner Frau Dr. Christiane Brückner in Döbeln-Nord, an der Badischen Straße 3. Das Gebäude, welches heute der TAG Wohnen und Service GmbH Döbeln gehört und unter anderem die Ginkgo-Apotheke beherbergt, hat mit seiner Nutzung zu medizinischen Zwecken eine jahrzehntelange Tradition. Es fungierte lange als Poliklinik.
„Zuletzt hatten Uwe Schwarzer und Udo Zschockelt hier praktiziert“, so Brückner. Zschockelt sei es gewesen, der sich mit Weitblick um eine Nachfolge bemühte. Nach seiner eigenen Approbation im Jahr 2011 und anschließender Arbeit an der Universitätsklinik in Leipzig übernahm Julian Brückner 2016 den Standort an der Badischen Straße. Ein Jahr später war dort für eine Erweiterung umfangreich umgebaut worden, so dass jetzt etwa zwei Drittel einer gesamten Etage von der Zahnarztpraxis einschließlich eigenem Zahntechniklabor genutzt werden.
„Dass es für mich nach dem Studium nach Döbeln gehen würde, zeichnete sich recht früh ab“, so der heute 39-jährige Julian Brückner. Der Namen Brückner ist im Zusammenhang mit Zahnmedizin in Döbeln bekannt. Brückners Mutter Marion praktiziert an der Straße des Friedens 18.
Bei den Zahnärzten Brückner existiert ein Team Zentrum und Team Nord. Mit dem Neubau an der Riesaer Straße konzentriert sich diese Zusammearbeit dann an einem Ort. Marion Brückner, heute 65 Jahre alt, wird dann ihre Arbeit in der neuen Praxis ihres Sohnes fortsetzen.
Auch Kathrina Zimmermann, die jetzt schon an der Badischen Straße als Zahnärztin angestellt ist, wird im neuen Gebäude mit vertreten sein. Die Technik aus beiden bisherigen Praxen plus das Zahntechniklabor mit zwei Mitarbeitern ziehen mit in das neue Objekt.
Dass er für den Neubau seines Ärztehaues Döbeln-Nord ausgewählt hat, sei nicht zuletzt auf die dort bereits vorhandene Infrastruktur zurückzuführen, die sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt habe. Das Grundstück habe die Stadt an ihn verkauft. Es liege günstig, was die Erreichbarkeit anbelangt. Eine Bushaltestelle befindet sich vor der Haustür.Insgesamt könnten neun Sprechzimmer in dem Gebäude untergebracht werden. „Wir starten erst einmal mit sieben“, so Brückner. Drei davon seien für die Prophylaxe vorgesehen. Ein weiteres werde speziell eingerichtet beziehungsweise innerhalb des Hauses so angeordnet, dass dort die weniger mobilen Menschen behandelt werden können, die mit dem Transport zum Zahnarzt kommen. In diesem Behandlungszimmer werde es zum Beispiel ein mobiles Röntgengerät geben. „Wir wollen eine Praxis für Familien sein, damit die Menschen quasi vom ersten bis zum letzten Zahn, und darüber hinaus mit ihren Dritten, bei uns in einem Haus gut aufgehoben sind.“
Generell werde das Haus barrierefrei konzipiert, ohne Schwellen. Die Behandlungsräume im Obergeschoss werden hell und weit, drei Meter hoch und sind nach Osten ausgerichtet. Das Obergeschoss ist zudem voll verglast. Im unteren Geschoss sollen unter anderem Technik und Lager untergebracht werden. Das Gebäude wird komplett klimatisiert und belüftet.
„Das hatte ich mir nie träumen lassen und werde das wohl in meiner beruflichen Laufbahn auch nicht wieder erleben, dass ich ein Praxisgebäude vollkommen nach meinen eigenen Wünschen konzipieren und bauen lassen kann“, so Julian Brückner. Er rechnet damit, dass der Praxisbetrieb im neuen Haus Anfang 2028 beginnen kann. Für die Praxisräume an der Badischen Straße und an der Straße des Friedens wird noch nach Nachfolgenutzungen gesucht, ebenfalls im medizinischen Sektor.und steffi robak