Als Basis für den Vergleich wurde die Fahrsicherheitsbewertung des ADAC Reifentests verwendet. In der Kategorie „Aquaplaning längs" lag der durchschnittliche Verlust in der Bewertung zwischen Neuzustand und vier Millimetern Profil bei minus zwölf Prozent. Bei den Reifen mit zwei Millimeter Restprofiltiefe brach die Leistung im Schnitt um 22 Prozent ein. Beim quer verlaufenden Aquaplaning, wie es zum Beispiel in Kurven zu finden ist, liegt der Verlust sogar bei 25 Prozent im Mittel. In der Praxis bedeutet das: Die Reifen mit zwei Millimeter Profil würden bereits bei deutlich geringeren Geschwindigkeiten aufschwimmen und der Fahrer könnte dabei die Kontrolle verlieren. Beim Bremsen auf Schnee lag der Bewertungsverlust zwischen Neuzustand und zwei Millimetern Profil bei minus 20 Prozent.
Wie stark sich dieser Effekt im Alltag auswirkt, zeigt das exemplarische Beispiel des Bridgestone: Beim Bremsen auf Schnee von 30 km/h bis Stillstand hätte der zwei-Millimeter-Reifen gerade etwas mehr als die Hälfte der Geschwindigkeit abgebaut, während der gleiche im Neuzustand schon stehen würde.Diese Entwicklungen lassen sich über nahezu alle Kategorien des Reifentest beobachten. Der ADAC empfiehlt daher allen Autofahrern, dass ein Winterreifen bei einem Restprofil von vier Millimetern ausgetauscht werden sollte. Der Leistungseinbruch kann zwar von Hersteller zu Hersteller schwanken, das grundlegende Muster ist jedoch bei fast allen Reifen gleich. Es zeigt sich in einigen Kategorien, dass der Leistungsverlust zwischen Neuzustand und vier Millimetern ähnlich groß ist wie der Verlust zwischen vier und zwei Millimetern – der Abbau wird also bei geringer Profiltiefe sehr plötzlich stärker. Ein zunächst gut bewerteter Reifen kann kurz vor Erreichen der gesetzlichen Mindestprofiltiefe plötzlich so stark einbrechen, dass er als Sicherheitsrisiko einzustufen ist. Auch ein Premiumreifen ersetzt eine fehlende Profiltiefe nicht. und otsDie Ergebnisse im Detail auf adac.de