Immer mehr junge Menschen verlassen die Schule ohne Abschluss. Im Schuljahr 2024/2025 sollen laut der Recherche-Plattform „Correctiv“ mehr als 64.000 junge Menschen ohne einen Abschluss in der Tasche von der Schule gegangen sein. Wie geht es nun weiter für sie?
„Die jungen Menschen brauchen professionelle Unterstützung und vor allem Leute, die ihnen Mut machen“, sagt Anke Burmeister von der Beratungsstelle für arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene der Stadt Düsseldorf. Hinter einer erfolglosen Schulkarriere steckt mehr als auf den ersten Blick sichtbar ist: Schulabgänger ohne Abschluss sind oft belastet – von Lernschwierigkeiten, mangelnden Sprachkenntnissen oder Angststörungen.
„Die betroffenen Menschen zu begleiten auf ihrem Weg in eine weitere Schul- und Berufsausbildung oder in ein Arbeitsverhältnis ist oft ein langsamer Prozess“, so Burmeister. Aber auch wenn es am Anfang erst mal mühsam scheint - es ist möglich. Wichtig ist: dass die jungen Menschen sich Hilfe suchen. Zum Beispiel bei Beratungsstellen der Jugendhilfe, der Berufsberatung der Agenturen für Arbeit oder der Arbeitsvermittlung U25 der Jobcenter.
Leider sind die Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt für Menschen ohne Schulabschluss begrenzt. „Es gibt natürlich Branchen, die ungelernte Tätigkeiten anbieten“, sagt Burmeister. Hier müsse man davon ausgehen, dass an vielen Stellen Bewerbende ohne Schulabschluss mit höher qualifizierten Personen, beispielsweise Werkstudierenden, konkurrieren. Diese würden aufgrund der geringeren Lohnnebenkosten oft bevorzugt.