Es läuft wieder in Döbeln beim 13. Halbmarathon
Titelgeschichte: 1045 Startplätze für den 13. September: Neue Laufstrecke undfFarbenfrohe Medaillen

Das Döbelner Wimmelbild hat für den Döbelner Halbmarathon am 13. September eine Aktualisierung bekommen.Foto: Bianka Behrami
Döbeln. Wenn sich am 13. September Läuferinnen und Läufer auf dem Obermarkt versammeln, beginnt für Döbeln weit mehr als ein sportlicher Wettkampf. Der 13. Döbelner Halbmarathon startet erstmals im Stadtzentrum – und wird zugleich zu einer Hommage an das Stadtjubiläum. Genau 1045 Startplätze und ebenso viele entsprechend gestaltete Medaillen erinnern an die erste urkundliche Erwähnung Döbelns.

„Wir machen das, weil wir unserer Stadt etwas zurückgeben möchten“, sagt Organisationsleiter Andreas Bunk vom Team neuelaufkultur. Gemeinsam mit Familie und Freunden richtet er den Halbmarathon seit vielen Jahren unter dem Dach des Welwel Sport- und Tanzvereins aus.

Die Idee entstand bereits vor zwei Jahrzehnten beim gemeinsamen Training mit dem heutigen Streckenverantwortlichen Remo Nitschmann, erzählt Andreas Bunk. Damals reifte der Gedanke, auch in Döbeln einen Halbmarathon zu etablieren. Die Premiere folgte 2010: Rund 250 Läufer gingen damals mit Start und Ziel im Stadtbad auf die Strecke. Inzwischen gehört die Veranstaltung fest zum Döbelner Veranstaltungskalender. „Im vergangenen Jahr nahmen knapp 700 Sportler teil. Für 2026 haben wir uns das symbolträchtige Ziel von 1045 Startern gesetzt“, sagen die Organisatoren.

Dass Start und Ziel dieses Mal auf dem Obermarkt vor dem Rathaus liegen, hat mehrere Gründe. „Wir wollten die historische Innenstadt stärker einbeziehen. Außerdem machen die laufenden Hochwasserschutzmaßnahmen eine Anpassung der bisherigen Strecke notwendig“, erklärt Andreas Bunk.

Der erste Startschuss fällt am Sonntag, 13. September, um 9.30 Uhr. Dann gehen die Halbmarathonläufer auf die 21,195 Kilometer lange Strecke. Vom Obermarkt führt sie über die Kleine Kirchgasse zur Oberbrücke, durch den Ritterstraßenwald entlang der Mulde, vorbei am Mühlenstiefel, den Stadtwerken und dem Stadtbad in Richtung Klostergärten. Von dort geht es auf den Mulderadweg und weiter nach Großbauchlitz, Technitz und Westewitz bis zum Klinikgelände Hochweitzschen. Kurz davor führt ein Wanderweg in Richtung Scheergrund zum Wendepunkt. Anschließend verläuft die Strecke auf demselben Weg zurück in die Innenstadt.

Neben dem Halbmarathon stehen Läufe über 10, 5 und 2,5 Kilometer auf dem Programm. Die Wendepunkte und Startzeiten sind so abgestimmt, dass sich die Teilnehmer möglichst nicht gegenseitig behindern. Die drei kürzeren Distanzen können außerdem als Teamlauf absolviert werden. „Zahlreiche Firmen und Familien haben sich dafür bereits angemeldet. Gewertet werden sowohl die Teams als auch die Einzelläufer“, erklärt Andreas Bunk.

Ein besonderer Höhepunkt ist erneut der Sparkassen Kids-Cup. Rund 100 Kinder werden erwartet. Die Teilnahme ist kostenlos. Trotzdem erhalten alle jungen Läufer nicht nur ein kleines Startpräsent sowie eine Medaille, sondern werden auch – wie die Erwachsenen – offiziell per Zeitmessung erfasst. Um 9.40 Uhr starten zunächst die Jüngsten über 400 Meter rund um den Obermarkt, anschließend absolvieren die größeren Kinder zwei Runden und damit 800 Meter – angefeuert von Eltern, Großeltern und vielen Zuschauern.

Alle Teilnehmer passieren im Ziel eine Zeitmessmatte, die Sieger der einzelnen Distanzen werden ausgezeichnet. Für ambitionierte Sportler bietet die neue Strecke einen zusätzlichen Anreiz: Der bisherige Streckenrekord von 1:07 Stunden könnte in diesem Jahr fallen.

Hinter der Veranstaltung, so wird schnell klar, steckt ein enormer organisatorischer Aufwand. Rund 100 Helferinnen und Helfer sorgen im Start-Ziel-Bereich und entlang der Strecke für Sicherheit, Versorgung und einen reibungslosen Ablauf. Das Kernteam des Teams neuelaufkultur, bestehend aus acht bis neun Ehrenamtlichen, beschäftigt sich nahezu das ganze Jahr mit der Vorbereitung.

„Durch den Ortswechsel müssen wir viele Abläufe komplett neu denken – von den Sicherheitskonzepten bis zur Helferkoordination“, sagt Andreas Bunk. Schon jetzt deutet sich erneut ein großes Teilnehmerfeld an. Aktuell liegen rund 300 Anmeldungen vor, davon allein 134 für den Halbmarathon. Läuferinnen und Läufer reisen aus ganz Sachsen und darüber hinaus an. Auch Sportler aus den Döbelner Partnerstädten Heidenheim und Unna haben sich wieder angekündigt. „Wir haben derzeit bereits doppelt so viele Anmeldungen wie zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr“, freut sich Andreas Bunk.

Besonders stolz sind die Organisatoren auf die diesjährigen Medaillen, von denen es genau 1045 Exemplare geben wird. Das Motiv wurde von der Kunst-AG des Lessing-Gymnasiums entworfen und greift das Stadtjubiläum auf. Außerdem ist das bekannte Döbelner Wimmelbild eigens für den Halbmarathon neu interpretiert worden. Wer genauer hinsieht, entdeckt darauf zahlreiche Stationen der Strecke und markante Motive der Stadt. Dass der Halbmarathon Jahr für Jahr wachsen konnte, verdanken die Organisatoren vor allem der Unterstützung vieler Partner. „Sponsoren, Vereine, Unternehmen und zahlreiche Ehrenamtliche stellen das nötige Equipment, Technik sowie Sach- und Geldspenden zur Verfügung. Ohne unsere Helfer und Sponsoren wäre diese Veranstaltung so nicht möglich“, betont Manuela Engelmann-Bunk. Gerade der Zusammenhalt in einer Kleinstadt ermögliche es, die Startgebühren familienfreundlich und moderat zu halten, ergänzt ihr Mann.

Während des Halbmarathons wird die Döbelner Innenstadt zeitweise für den Verkehr gesperrt. Zum verkaufsoffenen Sonntag öffnen die Geschäfte dennoch ihre Türen. Die Veranstalter hoffen, dass zahlreiche Gäste nicht nur den Sport erleben, sondern auch die historische Innenstadt und die reizvolle Landschaft entlang der Mulde kennenlernen. Andreas Bunk bringt den besonderen Charakter der Strecke auf den Punkt: „Du verschwindest im Grünen und tauchst dann wieder mitten in der Stadt auf.“

Anmeldungen sind weiterhin unterwww.neuelaufkultur.demöglich – solange noch eine der 1045 Startnummern und Medaillen verfügbar ist.und Elke Walter-Koch
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