Judith Schilling, Josephine Schöffel, Stephan Conrad und Tim Binder vom Orga-Team des Projektes können es noch gar nicht richtig fassen. „Wir sind richtig aufgeregt. Das ist ein toller Moment“, sagt Judith Schilling. Sie ist Vorsitzende des Treibhausvereins, der das Projekt der Skate Force Döbeln organisatorisch unterstützt. Stephan Conrad ist Stadtrat und gehört zu den Gründern der einstigen Skatehalle in Döbeln. Tim Binder stellt das alte Industriegelände zur Verfügung. Josephine Schöffel ist Bauleiterin für das Projekt.
Unzählige junge Leute haben seit zweieinhalb Jahren ehrenamtlich darauf hingearbeitet, dass es in Döbeln in wenigen Wochen wieder eine Skate-Anlage gibt. Sie haben gemeinsam Arbeitseinsätze auf dem Gelände geleistet, wurden von Eltern und Handwerkern dabei unterstützt. Etwa 100 Personen verschiedener Altersgruppen gehören zur SkateForce Döbeln, die als lose Gruppe unter dem Dach des Treibhausvereins besteht. Jeweils 15 bis 20 Leute waren bei jedem Arbeitseinsatz da.
Hinter dem Erfolg des Projektes I1 stecken zudem 707 Spenderinnen und Spender. Sie haben im Juni vergangenen Jahres die Crowdfunding-Campagne der SkateForce und des Treibhausvereins für die neue Skate-Anlage in Döbeln mit ihrem Geld unterstützt.56.000 Euro kamen so für das Projekt zusammen.Um die 70.000 Euro aus Spenden und kleinen Stiftungen wird das Projekt an der Industriestraße bis zu seiner Fertigstellung gekostet haben. „Ohne das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten wäre eine solche Skate-Anlage wahrscheinlich nicht unter 400.000 Euro zu errichten“, ist Josephine Schöffel überzeugt. Die 36-jährige Bauingenieurin und Doktorandin unterstützt das Projekt als Bauleiterin. Auch am Roßweiner Skatepark war sie beteiligt. Skateparks mitzuentwickeln und zu gestalten ist eine Leidenschaft von ihr geworden. Nicht zuletzt, weil die Roßweinerin am Fraunhofer Institut zum Thema Betonbau und speziell zu Carbon Beton forscht und promoviert. Aus Kostengründen wird der Döbelner Skatepark aber aus Ortbeton gebaut. Das heißt der Beton wird vor Ort vom Mischfahrzeug über eine Spezialpumpe direkt auf der Baustelle in eine Schalung gegossen und härtet dort aus. Hilfe bekommen die Döbelner dabei von einem ehemaligen Profi-Skateboarder und Skatebahn-Bauer: Matt Grabowski baut seit 29 Jahren mit seiner Firma Minus Ramps in ganz Europa Skateparks. In einem zweiten Projektteil sollen noch Aufenthaltsräume entstehen. Auf dem Gelände soll es auch wieder die in der früheren Bambini-Workshops geben. Von TS