Der Schulhof gewinnt mit dem neuen Bäumchen ein Stück Lebendigkeit. Zuletzt waren aus öffentlichen Mitteln der Bau eines Fahrradunterstandes, eine neue Bushaltestelle sowie neue Spiel- und Bewegungsgeräte wie unter anderem ein Freiluft-Schach mitfinanziert worden. Bald soll es eine Nestschaukel geben. Das hatte sich eine Schülerin gewünscht. Die Agentur Maikirschen Marketing und Regionalentwicklung mit ihrer Projektleiterin und Regionalmanagerin Josefine Tzschoppe macht mit der Sommertour aufmerksam auf Projekte in insgesamt zehn Kommunen, für welche aus unterschiedlichsten Quellen Fördermittel geflossen sind. „Wir möchten zeigen, wie vielfältig die LEADER-Förderung zur Entwicklung unserer Region beiträgt“, so Tzschoppe.
Möglich gemacht hätten das auch engagierte Vereinsmitglieder des Fördervereins der Schule und die Stadt Hartha mit Unterstützung der jeweils passenden Förderungprogramme.
Neue technische Installationen am Lehrschwimmbecken finanzierte die Stadt gemeinsam mit Unternehmern ohne jegliche Förderung. Das zeige, wie sich die Schule durch breit aufgestelltes Engagement Stück für Stück weiterentwickelt. Wo Schule jeden Tag gelebt wird, sorgten in den vergangenen Jahren mehrere geförderte Projekte dafür, dass sich der Alltag für Kinder und Jugendliche spürbar verbessert. Jede Maßnahme für sich erfüllt einen konkreten Zweck. Gemeinsam trugen sie dazu bei, dass die Pestalozzi-Schule für ihre Schülerinnen und Schüler sicherer, attraktiver und lebenswerter wurde. Ein Ergebnis dieser Überlegungen ist der neue Fahrradunterstand. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen das Fahrrad auf ihrem Schulweg. Früher standen die Räder oft ungeschützt im Freien. Heute gibt es einen wettergeschützten Abstellplatz, der nicht nur die Fahrräder schützt, sondern das Radfahren als umweltfreundliche Alternative stärkt. Doch damit war die Entwicklung des Schulgeländes noch lange nicht abgeschlossen.Ein weiteres Anliegen betraf die Bushaltestelle an der Richard-Wagner-Straße. Wer dort auf den Bus wartete, war bislang Wind und Wetter ausgesetzt. Besonders in den Wintermonaten oder bei Regen bedeutete das für Schülerinnen und Schüler einen unangenehmen Start oder Abschluss des Schultages. Mit Unterstützung des Regionalbudgets konnte 2025 ein modernes Wartehäuschen errichtet werden. Die neue Infrastruktur kommt allen Fahrgästen des öffentlichen Nahverkehrs zugute.
Für Ronald Kunze, Bürgermeister der Stadt Hartha und Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe SachsenKreuz+, ist das die besondere Stärke von LEADER: „Regionalentwicklung entsteht nicht allein durch große Bauprojekte. Oft sind es engagierte Menschen vor Ort, die Bedarfe erkennen und Ideen entwickeln. Die Pestalozzi-Schule Hartha ist dafür ein hervorragendes Beispiel.“
Nun fehle zur Krönung noch die eigentliche Sanierung des Schulhofes, meint die Leiterin der Oberschule, Heike Brüssau. „Auch das würde wesentlich zur Sicherheit der Schüler und auch der Lehrkräfte beitragen.“
Die Planung für die Schulhofsanierung sei in den aktuellen Harthaer Doppelhaushalt für 2026/27 eingeordnet, so Kunze auf Nachfrage. „Die Sanierung der Schule, einschließlich Anbau für den Hort, beschäftigt die Kommune bereits mehrere Jahre. Als Nächstes wird die Nordfassade saniert. Ist das erledigt, kann sich die Kommune der Schulhofsanierung widmen.“und steffi robak