Die neue Brücke trotzt derWitterung jetzt viel besser Stadt Döbeln nutzt bei Sanierung kleiner Brücken und Stege immer häufiger Recycling-Kunststoff statt Holz
Die neue Brücke in der Kühlen Schlucht am Ortsausgang von Döbeln besteht jetzt aus einem witterungsbeständigen Recycling-Kunststoff.Foto: Sven Bartsch
Döbeln.
Innerhalb einer Woche ist die kleine Brücke in der Kühlen Schlucht am Ortsausgang von Döbeln erneuert worden. Beim Spaziergang hatte Oberbürgermeister Sven Liebhauser festgestellt, dass das kleine Holzbauwerk stark verwittert war und morsche Stellen aufwies. In Absprache mit der Verwaltung war die zeitnahe Sanierung in Angriff genommen worden.Seit 2002 gibt es den ausgebauten Rad- und Wanderweg mit dem Brückenbauwerk über einen kleinen Bach. Der Weg führt durch die Roßweiner Anlagen und verbindet Döbeln mit der Siedlung Roßweiner Straße und Neugreußnig. Diese Verbindung, die parallel zur S34 durch den Wald führt, war ein Wunsch der Bewohner der Ortsteile. Dank des beleuchteten Weges haben sie eine Möglichkeit, ohne Auto sicher zu Fuß oder mit dem Rad aus der Stadt nach Hause zu kommen. Auch viele Wanderer und Spaziergänger nutzen den Weg. Nach 24 Jahren hatte die in der Kühlen Schlucht herrschende Feuchtigkeit am Holz genagt. Nun wurde die Brücke abgerissen und durch eine Stahlkonstruktion ersetzt, die aus fünf Elementen besteht. Auch beim Belag verzichtete man auf den Einsatz von Holz.
Allerdings ist das auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Der eingesetzte Recycling-Kunststoff wirkt täuschend echt wie Holz. Das beidseitige Geländer aus dem gleichen Material ist jetzt aus Sicherheitsgründen noch ein paar Zentimeter höher und die Brücke ist mit fünf Tonnen belastbar.
20 000 Euro hat die Stadt in die Erneuerung der kleinen Brücke investiert. Gebaut hat sie mit Falk Fischer von Bauen ohne Limit ein heimischer Unternehmer, der die Stadt schon bei ähnlichen Baumaßnahmen unterstützt hat. Denn die kleine Brücke in der Kühlen Schlucht ist nicht die einzige, die inzwischen mit dem modernen Baumaterial optimiert wurde.
Uwe Handtrack, Sachgebietsleiter Tiefbau im Bauamt der Stadt, greift zunehmend auf die witterungsbeständige Alternative zum Holz zurück. Der Tümmlersteg oder auch der Steg über den Mühlgraben am Bahnviadukt in Großbauchlitz, der Hasenneststeg in Limmritz und die Hängebrücke in Wöllsdorf sind in den zurückliegenden Jahren mit einem Belag aus Recycling-Kunststoff widerstandsfähiger gestaltet worden.