Die Freude über den Baufortschritt ist auch aufseiten des Verbandes, der in das Gesamtvorhaben rund 2,3 Millionen Euro investiert. „Das Projekt hat im Vorfeld viel Zeit beansprucht; es sind viele Abstimmungen notwendig gewesen. „Umso schöner ist zu sehen, dass es jetzt zügig vorwärtsgeht.“ Vor allem der Variantenvergleich, macht der Verbandsgeschäftsführer Stephan Baillieu deutlich, sei wichtig gewesen, damit die Verbandsversammlung „eine fundierte Entscheidung für die Zukunft“ treffen konnte.
Im September 2025 nahm das Vorhaben mit den ersten Ortsterminen in Juchhöh sowie in Leschen, Theeschütz und Choren Fahrt auf. Circa 26 Grundstücke werden nun zentral erschlossen. Deren Abwasser soll in Zukunft auf der Kläranlage in Döbeln-Masten mitbehandelt werden. Hintergrund ist die geplante Außerbetriebnahme der deutlich kleineren Kläranlagen in Choren und Maltitz.Die Kläranlage in Maltitz, informiert Sebastian Simon, stammt aus der Wendezeit, die Anlage in Choren war gebraucht, als sie im Döbelner Ortsteil ihren Betrieb aufnahm. Da der erforderliche Wartungs- und Instandhaltungsaufwand für beide Anlagen mit der Zeit immer höher geworden sei, hat die Verbandsversammlung des AZV im Jahr 2025 beschlossen, hier zu investieren. Bis Ende 2027 sollen alle im Zusammenhang mit dem Vorhaben nötigen Arbeiten abgeschlossen sein.
Die neue Leitung hat ihren Ursprung sowohl in Choren als auch in Maltitz. Sie verläuft sternförmig über die Ortslage Leschen (Stahlbau Lüttewitz) an der Kreisstraße entlang, tangiert die Ortslage Juchhöh und endet schließlich am Gewerbegebiet Fuchsloch. Dort mündet sie in das bestehende Abwassernetz von Döbeln. Behandelt wird das ankommende Abwasser dann auf der Kläranlage in Döbeln-Masten.