Der bisherige Eigentümer, Stadtratsmitglied Jürgen Sander, war selbst viele Jahre Mitarbeiter der Eilenburger Chemiewerke und setzte sich in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Eilenburger Steffen Reichert für den Erhalt der Lokomotive ein. Mit der Übergabe an die Stadt verbindet er vor allem einen Wunsch: Die Zukunft des technischen Denkmals soll dauerhaft gesichert und eine längst notwendige Restaurierung zeitnah in Angriff genommen werden.
Für die historische Lok gab es in der Vergangenheit auch Kaufinteressenten aus anderen Teilen Deutschlands. Mit der Übernahme übernimmt die Stadt zugleich Verantwortung für das letzte erhaltene Zeugnis der industriellen Vergangenheit der Eilenburger Chemiewerke. Die Dampfspeicherlokomotive erinnert an die jahrzehntelange Geschichte des traditionsreichen Unternehmens und gilt als bedeutendes technisches Kulturdenkmal.
Durch den Eigentumsübergang sind nun die Voraussetzungen geschaffen, das Denkmal zu erhalten und perspektivisch zu restaurieren. Damit bleibt ein wichtiges Stück Eilenburger Industriegeschichte auch künftig am Ort seiner Entstehung erhalten.
Die Lok kann beim Blick auf das Gelände der Stadtwerke Eilenburg in der Ernst-Mey-Straße besichtigt werden. Der Zugang kann ausschließlich nur über eine Voranmeldung bei der Stadt Eilenburg oder den Stadtwerken Eilenburg erfolgen. Das Betreten des Geländes ist hiermit noch einmal ausdrücklich untersagt. Perspektivisch ist auch eine Umsetzung der Lok im Gewerbegebiet des ECW angedacht, um die Sichtbarkeit für alle Besucherinnen und Besucher des Denkmals zu erleichtern.
Fabr. Meiningen, Spurweite 1435 mm, Nr. 3155, Bj. 1987, Pos.-Nr.:1247