Gleich zu Beginn herrschte Volksfestcharakter: mit Ständen am Rudolf-Harbig-Stadion und Hunderten Läuferinnen und Läufer, die bald darauf vergnügt ihre Runden zogen.
Zum 38. Mal startete der Bornaer Zwiebellauf. 1,8 Tonnen Zwiebeln organisierte dafür der Volkssportverein 1977 Borna (VSV), der die Veranstaltung seit Jahrzehnten organisiert. Diese Art Stundenlauf ist wahrscheinlich einzigartig in Deutschland.
So funktioniert’s: Man stellt sich im Stadion hinter der Startlinie mit dem großen Pulk der Sportler auf und läuft nach dem Startsignal eine Stunde lang bei Musik 400-Meter-Runden. Nach jeder Runde nimmt man sich aus großen Boxen eine Zwiebel und wirft sie anschließend in den privaten Behälter am Rand, sei es Tüte, Eimer, Korb oder Tasche.
An der Zwiebel-Zahl lässt sich zum Schluss abzählen, wie viele Runden geschafft wurden. Jeder läuft so schnell, wie er möchte. Wer ein Stück gehen oder Pause machen möchte, kann das tun. Es geht ausschließlich um den Spaß. Schnelle Rundenzeiten sind beim Zwiebellauf nicht gefragt. Das Konzept geht seit Jahren auf. Aus Borna und den umliegenden Orten strömten auch diesmal Hunderte zum Sportereignis. Danach konnte im großen Festzelt beim Oktoberfest gefeiert werden.