Der 87-minütige Dokumentarfilm aus dem Jahr 2025 beschäftigt sich mit häuslicher Gewalt gegen Frauen. FASSADEN macht sichtbar, was Frauen in toxischen und gewalttätigen Beziehungen erleben, welche Folgen die Gewalt für ihr Leben hat und wie schwer der Weg heraus sein kann. Die Geschichte wird von Sandra Hüller gelesen. Sie erzählt von einer Frau, die nach Jahren der Gewalt den Ausbruch wagt, und zugleich von gesellschaftlichen und politischen Strukturen, die wegschauen und Betroffene nicht ausreichend schützen. Vier reale Erfahrungsberichte wurden dafür zu einer verdichtet. Alle geschilderten Ereignisse haben sich tatsächlich so zugetragen.
Cyranek verbindet unterschiedliche filmische Mittel: Ein Tanzpaar setzt die Dynamik einer gewalttätigen Beziehung in eindringliche Bilder um. Animationen machen Manipulation und psychische Gewalt sichtbar. Experteninterviews ordnen Macht- und Beziehungsstrukturen sachlich ein. FASSADEN ist kein leicht konsumierbarer Film. Die Regisseurin konfrontiert das Publikum mit der Brutalität und den Folgen häuslicher Gewalt und eröffnet zugleich Raum für eine differenzierte Auseinandersetzung.
Karten Informationen: www.kulturkino-zwenkau.de