Söhne leben demnach deutlich länger zu Hause als Töchter. Bei den Männern waren 36 Prozent mit 25 Jahren noch nicht ausgezogen, bei den Frauen waren es nur 23 Prozent. Dieser Geschlechtsunterschied bleibt auch bei Älteren bestehen. Mit 30 Jahren wohnten laut Statistikamt noch 13 Prozent der Söhne im Elternhaushalt, aber nur 7 Prozent der Töchter. Mit 40 Jahren sank dieser Anteil demnach auf 5 Prozent bei den Männern und 2 Prozent bei den Frauen.
Etwa drei Viertel der im Elternhaus lebenden 25- bis 34-Jährigen waren laut Statistikerinnen und Statistikern erwerbstätig. 80 Prozent davon arbeiteten 2025 in Vollzeit. Im Schnitt sind die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr mit 24,1 Jahren aus dem Elternhaus ausgezogen, wie das Amt mit Verweis auf Berechnungen der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit lag das Durchschnittsalter beim Auszug deutlich unter dem EU-Schnitt - der lag demnach bei 26,3 Jahren. Das durchschnittliche Auszugsalter bezeichnet laut Statistischem Bundesamt das Alter, in dem 50 Prozent der Bevölkerung nicht mehr in einem Haushalt mit ihren Eltern leben. „Am frühesten ziehen junge Erwachsene in den nordeuropäischen Ländern von zu Hause aus“, schrieben die Statistikerinnen und Statistiker. In Finnland war das durchschnittliche Alter mit 21,3 Jahren demnach am niedrigsten. und dpa