Was bei ständigen Sticheleien im Job hilft
Sogenannte Mikroaggressionen wirken oft harmlos, können aber das Selbstvertrauen und die Energie von Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen. Was hilft, um sich im Arbeitsalltag davon abzugrenzen?

Ludwigsburg. Man bringt als Einzige im Meeting eine fundierte Gegenposition ein und bekommt als Reaktion nur: „Das ist ja wie mit meiner Tochter.“ Oder die Kollegin macht einen Vorschlag – und erntet ein scheinbares Lob: „Für eine Frau kennst du dich aber echt gut aus in der Technik.“ Solche Sätze klingen vielleicht harmlos, manchmal sogar anerkennend – sind es aber nicht. Denn sie sind Mikroaggressionen: subtile, beiläufige Bemerkungen, Gesten oder Verhaltensweisen, die keine offene Aggression zeigen, aber dennoch eine abwertende Botschaft transportieren. Doch es gibt Strategien, Mikroaggressionen entgegenzutreten. Als unmittelbare Reaktion empfiehlt Dohrin, die Situation auf die Metaebene zu heben: „Eine Reaktion, die man quasi auswendig lernen kann und die nahezu in jeder Situation funktioniert, ist der Satz: Was genau meinen Sie damit?“ Damit kehre man die „Erklärschuld“ um. „Nicht ich muss mich rechtfertigen, sondern mein Gegenüber muss erklären, warum er das gesagt hat“, so die Coachin. Langfristig rät Dohrin außerdem dazu, das eigene Netzwerk aufzubauen – und nach Unterstützern Ausschau zu halten. und dpa
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