Allerdings haben sich die Spielregeln diesen Sommer geändert: Mit der Neuauflage der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gelten neue Förderbedingungen. Vor allem die Höhe der förderfähigen Investitionen und die Rolle des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) wurden neu geregelt. Für Hauseigentümer lohnt es sich deshalb, vor dem Fenstertausch genauer hinzuschauen. VFF-Geschäftsführer Frank Lange erklärt: „Wer neue Fenster plant, sollte sich unbedingt vor Beginn der Arbeiten bei einem Fachbetrieb über die Förderung informieren. Nach der Abstimmung mit dem Fachbetrieb wird zunächst ein Auftrag unter Fördervorbehalt erteilt. Danach kann der Förderantrag gestellt werden. Der Vertrag muss dabei unter dem Vorbehalt der Förderzusage stehen. Nur so kann die staatliche Unterstützung auch tatsächlich genutzt werden.“
Die Grundregel der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bleibt gleich: Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle – darunter der Einbau neuer förderfähiger Fenster, Außentüren, Sonnenschutzsysteme oder einer Wärmedämmung – werden bei Investitionskosten von bis zu 30.000 Euro weiterhin mit 15 Prozent bezuschusst. Damit sind bis zu 4.500 Euro Zuschuss vom Staat möglich. Wer mehr investieren möchte, kann mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) höhere förderfähige Ausgaben geltend machen. Dabei handelt es sich um einen von einem Energieeffizienzexperten erstellten Plan, der zeigt, mit welchen aufeinander abgestimmten Maßnahmen ein Gebäude Schritt für Schritt energetisch verbessert werden kann.
Neu ist dabei die Berechnung der Förderung. Der bislang glatte Zuschuss wurde in ein Staffelmodell umgewandelt. Die Kosten bis 30.000 Euro werden mit 15 Prozent bezuschusst, für den Teil der Investition zwischen 30.000 und 60.000 Euro beträgt der Zuschuss 20 Prozent. Wer die maximal förderfähigen 60.000 Euro investiert, kann damit insgesamt 10.500 Euro Zuschuss erhalten.
Neben den direkten Förderzuschüssen besteht weiterhin die Möglichkeit, energetische Sanierungsmaßnahmen steuerlich geltend zu machen. DPA-MAGInfos: www.window.de