Zu Gast im „Versailles des Nordens“
Die Postersteiner Sammlung Welker ist in Lettland zu sehen

Museumsdirektorin Laura Luse (r.) am Eröffnungstag im Schloss Mesothen.Foto: Ingus Bajars
Posterstein. Unter dem Titel „Der Musenhof. Der Salon der Herzogin Dorothea von Kurland im Schloss Löbichau in den Karikaturen von Ernst Welker“ stellt das Museum Schloss Rundale in Lettland Teile der Postersteiner Sammlung Welker aus. Der riesige Palast der Herzöge von Kurland wird auch „Versailles des Nordens“ genannt und verzeichnet jährlich Hunderttausende Besuchende. Die Karikaturen von Ernst Welker sind bis 3. September jedoch im nahe gelegenen Schloss Mesothen (Mežotne), dem Geburtsschloss der Herzogin Anna Dorothea von Kurland, zu sehen, das von Museum Schloss Rundale verwaltet wird. Zum Abschluss der Sonderschau halten die Postersteiner Museumsmitarbeiterinnen Franziska Huberty und Marlene Hofmann in Mesothen einen Vortrag über Ernst Welker und den Salon der Herzogin von Kurland in Löbichau und Tannenfeld. Ernst Welker (1784–1857) war zu Lebzeiten ein durchaus anerkannter und geschätzter Maler, der mit den künstlerischen Größen seiner Zeit wie Johann Adam Klein, den Brüdern Heinrich Reinhold und Friedrich Philipp Reinhold oder Johann Christoph Erhard auf Reisen ging, der Gesellschafter und Zeichenlehrer im Salon der Herzogin von Kurland in Löbichau war, mit ihrer Tochter Wilhelmine von Sagan durch Italien reiste und bis zu seinem Tod 1857 in Wien als Landschaftsmaler seinen Lebensunterhalt verdiente. Das Buch „Sehnsuchtsziel Italien“, das das Museum Burg Posterstein 2022 veröffentlichte, ist die bisher einzige Biografie über Ernst Welker.
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