Ein Theaterstück über Mobbing
„Wolf“ feiert am 30. Oktober im TDJW Premiere

Leipzig. Wie fühlt es sich an, Mobbing zu erleben? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Stück „Wolf“ nach dem Roman von Sasa Stanisic, das am Freitag, 30. Oktober, im Theater Der Jungen Welt (TDJW) Leipzig seine Premiere feiert. Dabei richtet die Inszenierung den Blick von den Betroffenen weg auf einen Beobachter ...

Und dieser Beobachter namens Kemi ist hin und her gerissen. In einem Ferienlager im Sommer mit Wald und Abenteuer – darauf hat er zwar keine Lust, aber die Mutter hat es nun mal so bestimmt. Richtig Lust auf diese Woche hat hingegen Jörg, der Naturfan – doch als „Nerd“ wird er schnell zur Mobbingzielscheibe der Ferienlager-Gruppe. Auch wenn Kemi nicht mitmacht, steht er wie Jörg vor der Frage: „Wie überlebe ich diese Woche?“ Eine Mobbing-Geschichte aus einer außergewöhnlichen Perspektive – aus der des Beobachters Kemi: Damit rückt nicht nur die junge Lebensrealität in der Spanne von Freundschaft bis Ausgrenzung in den Fokus, sondern auch die Scham, die entsteht, wenn man nicht eingreift. Das Buch von Sasa Stanisic wurde 2024 mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Nicht zuletzt, weil das Thema Mobbing mehr und mehr zum Alltag wird – das Schulbarometer 2025/26 berichtet, dass rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen heute von Mobbing betroffen sind. „Wolf“ feiert am Freitag, 30. Oktober, um 19 Uhr im Großen Saal des TDJW seine Premiere, eine öffentliche Voraufführung gibt es bereits am Mittwoch, 28. Oktober, um 18.30 Uhr. Weitere Spieltermine im November sind bereits ausverkauft, aber vom 7. bis 11. Januar 2027 steht das Stück erneut auf dem Spielplan.

Infos: www.tdjw.de

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