Manchmal benötigt man ja eindrückliche Bilder, um gewisse Dimensionen zu verstehen – und zu diesem Thema gibt es ein ziemlich anschauliches Bild: Es sind 60 voll beladene Güterwagons, die da aus den städtischen Grünanlagen gefischt wurden und zwar nur in einem Jahr. Ganz schön bedenklich fühlt sich obendrein die Tendenz an: 2024 mussten 4010 Tonnen illegaler Müll beseitigt werden, 2023 waren es ganze 2165 Tonnen.
Das Ganze wird inzwischen mehr und mehr auch ein finanzieller Faktor: Schlanke 684.000 Euro haben die Allgemeinheit diese rund 4500 Tonnen Müll gekostet – wobei man da noch 3400 illegal entsorgte Elektrogeräte rechnen muss. Dabei weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass es zahlreiche legale Möglichkeiten zur Müllentsorgung gibt – zum Beispiel in den 15 Wertstoffhöfen, die Sperrmüll bis zwei Kubikmeter kostenlos annehmen. Zudem kann die Abholung von Sperrmüll oder Elektrogeräten über die Internetseite, App oder per Telefon gebucht werden.
Der Entwicklung möchte die Stadt Leipzig nun mit Buß- und Verwarnungsgeldern entgegentreten: So wurde im Juni 2025 für die illegale Entsorgung von circa 48 Kubikmeter Abfall gegen einen bereits mehrfach in Erscheinung getretenen Gewerbetreibenden aus der Bauwirtschaft ein rechtskräftiger Bußgeldbescheid von 20.000 Euro notwendig – das bisher höchste Bußgeld der Stadt Leipzig. Möglich seien aber Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Auch dazu gibt es konkreten Zahlen: In der Zentralen Bußgeldbehörde gingen im Jahr 2025 1.369 Anzeigen im Bereich der Verstöße gegen abfallrechtliche Bestimmungen wie dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ein. Für diese Anzeigen wurden Buß- und Verwarnungsgelder in einer Höhe von bisher 46.521 Euro verfügt. Zum Vergleich: 2024 gingen 939 entsprechende Anzeigen ein und führten zu Buß- und Verwarnungsgeldern in Höhe von 24.756 Euro. und red./jw