„Gerade an unbekannten Orten kann Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen eine große Herausforderung sein. Gleichzeitig lassen sich insbesondere an denkmalgeschützten Gebäuden bauliche Anpassungen nicht immer in allen Bereichen umsetzen. Technische Lösungen wie LOC.id können hier eine wichtige Ergänzung sein“, erklärt Dr. Daria Luchnikova, Kommunale Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Stadt Leipzig. Konkret weist der „sprechende Stein“ auf bestimmte Barrieren im Haupteingang hin und gibt detaillierte Informationen zum Zugang.
Die Technologie ist vielfältig einsetzbar: An Ampeln können beispielsweise Orientierungssignale gezielt verstärkt und Informationen zum Überweg akustisch vermittelt werden. Im öffentlichen Personennahverkehr sind unter anderem Ansagen zu Liniennummer, Fahrtrichtung und der Position der Fahrzeugtür möglich.
Wie der „sprechende Stein“ funktioniert und welche Einsätze hier denkbar sind, dazu informiert ab sofort auch das kommunale Kompetenzzentrum „Barrierefreiheit zum Anfassen“, ebenfalls in der Friedrich-Ebert-Straße 19a im Zentrum-West. Der interaktive Erlebnisraum vermittelt die Anforderungen zur Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden anschaulich und praxisnah. Von Rollstuhlrampen über induktive Höranlagen bis hin zu Piktogrammen – das Kompetenzzentrum hat die entsprechenden Beispiele vor Ort und richtet sich an alle, die Planen und Bauen. und red./jw