Ein Jahr – es ging richtig voran!
Zoo Leipzig blickt zurück auf ereignisreiche Monate mit neuen Tierwelten und einer Modernisierung

Der mehr als 100 Meter lange Unterwassertunnel ist die Top-Attraktion in der Themenwelt Feuerland. Seelöwen und Pinguine schwimmen und tauchen um die Besucher herum, auch obendrüber und untendrunter hinweg.Foto: Zoo Leipzig
Leipzig. Das war doch mal ein aufregendes Jahr für den Zoo Leipzig – drei große Eröffnungen standen in den vergangenen Monaten auf dem Programm. Und damit zahlreiche neue Lebensräume für die Tiere – da gibt es die (Wieder-)Eröffnung des umfassend sanierten historischen Terrariums, die Eröffnung der neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum sowie der Küsten- und Meereswelt Feuerland. So wurden im Leipziger Zoo innerhalb von zwölf Monaten drei faszinierende Lebensräume geschaffen.

Den Auftakt des außergewöhnlichen Jahres bildete die Wiedereröffnung des historischen Terrariums nach umfassender Sanierung – nun feierte das neue Haus seinen ersten Geburtstag. Für Seniorkurator Ariel Jacken hat sich die Verbindung von historischer Architektur und zeitgemäßer Tierhaltung bewährt: „Hinter der denkmalgeschützten Fassade hat sich ein modernes Haus etabliert, das unsere Erwartungen mit Blick auf die Tierhaltung und das Besuchererlebnis sogar noch übertroffen hat. Unser Terrarium ist eine gelungene Symbiose von Zoohistorie mit Artenschutz und Besuchererlebnis.“

Auch Bereichsleiterin Martina Hacker zieht nach dem ersten Jahr eine positive Bilanz: „Unsere Tiere haben sich gut eingelebt. Die Besucherlieblinge vom Anfang – der Komodowarannachwuchs – ist prächtig gewachsen.“ Ein Publikumsmagnet sei zudem das Knabberbecken, in das die Zoobesucherinnen und Zoobesucher die Hände hineinhalten können, sagt Hacker: „Das Prinzip ist ungewöhnlich: Hier dürfen die Fische die Besucherin, den Besucher anfassen – und tauchen ab, wenn sie keine Lust auf Kontakt haben.“

Pünktlich zum Osterfest folgte am 2. April mit den neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum der zweite große Meilenstein. In den großräumigen, begehbaren Volieren haben zahlreiche bedrohte Vogelarten einen neuen Lebensraum gefunden. Die Besucher erleben die Tiere dabei aus unmittelbarer Nähe und erhalten zugleich Einblicke in die Vielfalt und Gefährdung südamerikanischer und asiatischer Vogelarten. Die Blaukehl-, Grünflügel- und Bechsteinaras sorgten darüber hinaus als ARAkel mit ihren Ergebnistipps zur Fußball-Weltmeisterschaft bundesweit für Aufmerksamkeit für ihre bedrohten Arten. Die Vogelwelten zeigen exemplarisch, wie der Zoo seine Aufgaben miteinander verbindet: artgemäße Tierhaltung, Bildung und ein unmittelbares Besuchererlebnis werden zu einem einzigartigen Gesamterlebnis.

Den jüngsten Meilenstein setzte am 1. September die neue Küsten- und Meereswelt Feuerland, die das Trio der drei Neueröffnungen innerhalb eines Jahres komplettierte. Feuerland erweitert den Zoo um einen Lebensraum, der die faszinierende Tierwelt der südamerikanischen Küstenregion in den Mittelpunkt stellt. In einem mehr als 5,5 Millionen Liter fassenden Becken mit einem mehr als 100 m langen Unterwassertunnel leben Robben sowie Humboldtpinguine, die als Botschafter ihrer im natürlichen Lebensraum bedrohten Artgenossen fungieren.

„Wir haben in den vergangenen 365 Tagen drei sehr unterschiedliche Projekte umgesetzt. Was sie verbindet, ist unser Anspruch, Tierhaltung weiterzuentwickeln, Lebensräume authentisch zu gestalten und unseren Besuchern einen unmittelbaren Zugang zu Tieren und Natur zu ermöglichen“, sagt Zoodirektor Professor Jörg Junhold. Das vergangene Jahr stehe damit beispielhaft für die Entwicklung des Zoo Leipzig seit dem Jahr 2000 zum Zoo der Zukunft.

Der Zoo schafft Lebensräume, in denen Tiere ihr natürliches Verhalten zeigen können. Er beteiligt sich an Erhaltungsprogrammen, unterstützt Artenschutzprojekte, vermittelt Wissen über Tiere sowie ihre Lebensräume und schafft Begegnungen, die Menschen für biologische Vielfalt sensibilisieren, damit sie sich auch selbst engagieren. Dazu erklärt der Zoochef: „Wir wollen Zoobesucherinnen und Zoobesuchern nicht nur Tiere zeigen. Wir wollen zeigen, warum diese Tiere wichtig sind, welche Lebensräume sie brauchen und welchen Beitrag wir gemeinsam zu ihrem Schutz leisten können. Genau dafür steht der Zoo Leipzig.“ und red./jw

Infos: www.zoo-leipzig.de

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