Protein ist derzeit buchstäblich in aller Munde: Skyr zum Frühstück, Shakes nach dem Training, zwischendurch ein Proteinriegel und abends gibt es noch Rührei mit Lachs. Was früher vor allem für Kraftsportler interessant war, ist heute zum allgemeinen Ernährungstrend geworden. Eiweißreiche Kost verspricht, lange satt zu machen und die Muskeln zu unterstützen.Bei aller Begeisterung für den Extra-Eiweißkick lohnt sich ein Blick auf die andere Seite der Ernährungsbilanz. Denn „viel hilft viel“ ist auch hier nicht unbedingt die beste Strategie. So entstehen beim Abbau von Eiweiß – vor allem aus tierischen Lebensmitteln – Säuren. Steigt die Säurelast, kann sich das unter bestimmten Bedingungen auswirken: Säureempfindliche Rezeptoren an den Nervenenden könnten stärker auf Schmerzreize reagieren. „Protein ist wichtig – aber eine ausgewogene Ernährung braucht mehr“, lautet die zentrale Botschaft von Diätologin und Autorin Barbara Haidenberger. Ihr Rat: „Wer häufig eiweißreiche Lebensmittel isst, sollte bewusst für einen pflanzlichen Ausgleich sorgen. Gemüse, Salate, Kräuter und Obst liefern basenbildende Bestandteile und wichtige Mineralstoffe.“ und djd