„Der Rückgang der Insekten zeigt, dass wir dringend handeln müssen. Städte stehen in der Verantwortung, Lebensräume und Nahrungsquellen für Insekten zu schützen und neue zu schaffen. Mit unserer Pflanzaktion zeigen wir, dass dafür nicht immer große Flächen nötig sind. Viele kleine Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Artenvielfalt.“, sagt Antje Osterland, Projektleiterin von „Leipzig blüht auf“ beim Ökolöwen. Der Handlungsbedarf ist groß: Eine Langzeitstudie in 63 deutschen Naturschutzgebieten dokumentierte einen Rückgang der Biomasse fliegender Insekten um 76 Prozent. Gerade im zeitigen Frühjahr ist das Blütenangebot knapp. Früh fliegende Wildbienen und andere Insekten sind dann bereits auf Nektar und Pollen angewiesen. Frühblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse oder Narzissen können dieses Nahrungsangebot ergänzen. Sie leisten einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zu einem durchgängigen Blütenangebot in der Stadt. Von September bis zum Einsetzen anhaltender Fröste ist die richtige Zeit, die Zwiebeln zu setzen.
Mit „Leipzig blüht auf“ schafft der Verein Ökolöwe seit sechs Jahren mehr blühende Lebensräume für Insekten in Leipzig. In diesem Jahr hat der Verein bereits kostenfrei heimisches Wildblumensaatgut und Pflanzpakete ausgegeben und damit rund 5000 Quadratmeter zusätzlicher Blühflächen ermöglicht.
Nun startet man wieder einen Aufruf: Leipzigerinnen und Leipziger sollten auch selbst Frühblüher in die Erde bringen im Garten, Hinterhof, Baumbeet oder auf dem Balkon. und red./jwAuf www.ökolöwe.de finden Interessierte Tipps zu geeigneten Frühblühern sowie Hinweise dazu, wie sie richtig gepflanzt und gepflegt werden.