Eine Filmpreis-Party, ein Neuzugang und eine Legende
Er darf sich über eine Goldene Henne freuen: Armin Mueller-Stahl wird für sein Lebenswerk geehrt.Foto: SuperIllu/Michael Handelmann
Alles klar zum Feiern? Dies war in diesen Tagen mal wieder das Motto im Leipziger Felsenkeller – bei der Vergabe des Gilde Filmpreises hatte man ja schließlich allen Grund dazu. Wie alle Jahre wieder war dieser Termin der Höhepunkt des Branchentreffs Filmkunstmesse und mehr als 650 Besucherinnen und Besucher waren am Start. Um dabei zum Beispiel mitzuerleben, wie sich Wolf Biermann höchstpersönlich darüber freute, dass er als Protagonist des Dokumentarfilms „Biermann“ quasi mit geehrt wurde – für den Streifen gab es den Gilde Filmpreis als „Bester Dokumentarfilm“ an Jens Meurer. „Bester Film (national“) wurde „Vaterland“ von Pawel Pawlikowski, in der internationalen Kategorie „La Bola Negra“ von Javier Calvo und Javier Ambrossi ausgezeichnet. Ebenfalls spannend: Ein Klassiker-Stoff kam in der Kategorie „Bester Kinderfilm“ zu Ehren und zwar „Emil und die Detektive“ von David Dietl. Ach ja, noch eine Info – mit dem Gilde Filmpreis werden von den Kinobetreiberinnen und -betreibern jene außergewöhnlichen Produktionen geehrt, die auch hoch in der Publikumsgunst stehen ...Herzlich willkommen in Leipzig! Na ja, stimmt nicht ganz, denn Johanna „Jojo“ Walzebuck lebt ja in der Messestadt – aber sie ist neu an Bord bei den academixern: Ihren ersten regulären Einsatz hat sie ab Oktober in einem echten academixer-Dauerbrenner und zwar im interaktiven Krimi-Kabarett „Tatort 110“ übernimmt sie die Rolle der Rechtsmedizinerin Dr. Dr. Elena Albricht. Ganz unbekannt ist „Jojo“ dem academixer-Publikum allerdings nicht. Ihre erste echte Bewährungsprobe im Keller hatte sie bereits im März 2026 – und die kam ziemlich unverhofft: Wegen eines Krankheitsfalls sprang sie kurzfristig in der Musikproduktion „Da flattert der Ost-Rock“ ein. Gerade einmal fünf Tage blieben ihr, um sich auf die Rolle vorzubereiten. Texte, Musik, Abläufe, Zusammenspiel mit den Kollegen – alles musste im Eiltempo sitzen. Was soll man sagen? Sie nahm die Herausforderung an und stand wenige Tage später mit dem Ensemble auf der Bühne. Ein Sprung ins kalte Kabarettwasser, der offenbar Folgen hatte: Nun zählt sie fest zum academixer-Ensemble!„Ich bin in der glücklichen Position, schon einige Preise für mein Lebenswerk in Empfang genommen haben zu dürfen: den Goldenen Leoparden in Locarno, das Goldene Auge in Zürich, den Goldenen Bären bei der Berlinale und zuletzt den Goldenen Ochsen in Schwerin“, so blickt Armin Mueller-Stahl auf seine bewegte Karriere – und dies aus gegebenem Anlass: „Nun gesellt sich – in passender Farbe – die Goldene Henne dazu. Ich freue mich wirklich sehr über diese Anerkennung. Ich stehe jetzt kurz vor meinem 96. Geburtstag und mein Lebenswerk steht kurz vor dem Abschluss. Dass es nun noch einmal mit diesem schönen Preis gewürdigt wird, bedeutet mir sehr viel.“ Mithin ein echtes Highlight eines an Highlights nun wirklich nicht armen Henne-Abends in Leipzig: Da gibt es beispielsweise die neunte Henne für Helene Fischer, ein sportliches Federvieh für das Eislauf-Traumpaar Minerva Hase und Nikita Volodin und eine Ehrung für den „Helden des Alltags“ an den Arzt Majeed Yarim, der bei der Amokfahrt von Leipzig einen Schwerverletzten wiederbelebte.