Die erste Premiere am 1. Oktober

Leipzig. Premierenzeit im Schauspiel Leipzig: Los geht es da schon am Donnerstag, 1. Oktober – das Dokumentartheaterprojekt „Kitt“ von dura & kroesinger ist ab 20 Uhr zum ersten Mal in der Diskothek zu sehen. Und auch auf der Großen Bühne stehen zwei Premieren an ...

Und zwar zum einen bereits am Samstag, 3. Oktober: „Das Vermächtnis (The Inheritance)“ entführt ab 15 Uhr in das New York des Jahres 2015. Zwei Paare stehen im Zentrum der Episoden, Walter und Henry sowie Eric und Toby. In Szenen und Monologen, Rückblenden und Traumsequenzen begleitet das Stück sie und ihre Freunde über Jahre  und Jahrzehnte — ihre Hoffnungen, ihre Sehnsüchte und Ängste. Nicht nur verschiedene Generationen begegnen sich, auch Vergangenheit und Gegenwart, Erinnerung und Realität überkreuzen sich in diesem groß angelegten Gesellschafts-Panorama – und dies ist auch in zeitlicher Hinsicht groß anlegt: Die Aufführung in der Regie von Enrico Lübbe dauert rund sieben Stunden!

Eine nächste Premiere auf Großer Bühne wartet dann am Freitag, 16. Oktober, mit „Bernarda Albas Haus“ und da mit einem geradezu bedrohlichen, weil höchst emotionalen Stoff: Nachdem ihr Mann unter die Erde gebracht ist, verhängt Bernarda Alba als Matriarchin eine achtjährige Trauerzeit über ihr Haus voller Frauen und schließt die Tür zu. Begegnungen und Begierden ihrer fünf Töchter werden unterbunden, das Dorfleben wird aus dem Haus ausgesperrt. In dem geschlossenen System wächst die Gier nach Sinnlichkeit, Liebe, Berührung und Freiheit ...

Bleibt noch der Blick in die Diskothek und in Residenz in der Spinnerei: Das Stück „Kitt“ in ersterer Spielstätte beschäftigt sich mit jenem „Wir“, das eine Gesellschaft zusammenhält. Und dabei gehen dura & kroesinger in dem Dokumentartheaterprojekt an jene Orte, an denen sich Gemeinschaft konstruiert.

Die Artists in Residence TrueColours laden am Freitag, 2. Oktober, in die Residenz in der Spinnerei: Dann feiert ab 21 Uhr die Show „Ballroom Showcase & Queer Performance Night“ erstmals auf die Bühne. Sehen kann man ausgewählte Shows aus der Ballroom-Szene, die zudem als Kunstform und gelebte Praxis auch als politische Kraft skizziert wird. und red./jw

Infos:

www.schauspiel-leipzig.de

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