Unterwegs im Schatten des Doppel-M: Claudius Bruns, Armin Zarbock und August Geyler (v.l.) nehmen mit in die nächste Adolf-Südknecht-Staffel.Foto:Armin Zarbock
Leipzig.
Vorhang auf für „Adolf Südknecht auf der Mustermesse“: Ja, die (improvisierte) Theatergeschichte wird forterzählt und zwar ab Dienstag, 22. September. Um 20 Uhr startet die Pilotfolge „Anno 1969: Scherben bringen Glück“ im Horns Erben.Die DDR-Mustermesse als theatrale Erfahrungswelt – so kann man sich die neue Staffel der Historien-Theatergeschichte ungefähr vorstellen. Die Kulisse bildet die Leipziger Messe 1969: Die steckt einmal mehr im Zwiespalt zwischen Fortschritt und Unterversorgung, Propaganda und Alltag, Begegnung und Politik. Eine fiktive Geschichte um den Erfinder der Trinkgläser-Marke „Superfest“ verbindet Industrie- und Stadtgeschichte und zeigt die Ambivalenz zwischen Nostalgie, Mangelwirtschaft, Erfindergeist und staatlicher Kontrolle. Live-Musik und internationale Gäste verstärken die Atmosphäre und Authentizität. Zur inhaltlichen Orientierung der Pilotfolge sei soviel gesagt: Adolf Südknecht hat so seine Probleme in seiner Gaststätte „Horns“, die Mangelwirtschaft ist eine ständige Herausforderung. Und das zur bevorstehenden Herbstmesse! Eine Besucherin macht den Vorgeschmack auf die Messe dennoch spannend, und bald steckt Adolf wieder einmal mittendrin im Geschehen ... wie sich dieses entwickelt, ist – wie immer – eine Frage der Improvisation. und red.