Eine neue Chefin, eine Vision und eine neue Aufgabe

Führungswechsel beim Lions Club Leipzig Saxonia: E ric Buchmann übergab nun das Amt an seine bisherige Vizepräsidentin Dr. Heide Schneider. Der 36-jährige Lehrer blickte auf eine bewegte und abwechslungsreiche Amtszeit in den vergangenen beiden Jahren zurück: „Gemeinsam haben wir viel erreicht für den guten Zweck. Knapp 50 000 Euro haben wir für Vereine und Projekte in dieser Zeit gespendet. Darauf können wir sehr stolz sein.“

Nun steht mit der 63-jährigen Allgemeinmedizinerin die erste Frau an der Spitze des Clubs – sie wird den Schwerpunkt in ihrer Präsidentschaft vor allem auf Unterstützung im sozialen und medizinischen Bereich setzen: „In Leipzig gibt es herausragende Vereine und Projekte, die sich in diesem Bereich engagieren. Diese möchten wir in diesem Jahr besonders unterstützen. Ein Benefizkonzert am 7. November um 19 Uhr im Festsaal des Alten Rathauses ist hierfür bereits geplant. Es ist mir eine Ehre als Präsidentin des Lions Clubs Saxonia tätig zu sein und mich dabei von den Lions und Leos auf der ganzen Welt inspirieren zu lassen. Ich freue mich sehr auf die Arbeit im neuen Vorstand.“

Der neue Vorstand wird komplettiert durch Andreas Lamm und Vincent Jahn als Vizepräsidenten sowie Eric Buchmann als Sekretär, Walter Oertel als Schatzmeister und Werner Kopfmüller als Beisitzer.Wird es mal Implantate geben, die biologisch abbaubar sind? Nun, eine entsprechende Vision verfolgt die ukrainische Wissenschaftlerin Dr. Yuliya Khrunyk an der Universität Leipzig. „Die Entwicklung biologisch abbaubarer Implantate zählt derzeit zu den wichtigen Herausforderungen in den Bereichen Biomaterialien und Orthopädie. Herkömmliche Implantate, die häufig aus Metallen wie Titan bestehen, verbleiben dauerhaft im Körper. Für zahlreiche medizinische Anwendungen werden jedoch Implantate benötigt, die den Körper nur vorübergehend unterstützen und sich anschließend vollständig abbauen“, erklärt sie:

Ein Beispiel hierfür seien biologisch abbaubare Gefäßstützen (Stents), die insbesondere bei Kindern von großem Interesse sind, da sie nach der Heilung nicht operativ entfernt werden müssen. Die entsprechende Stelle aus dem renommierten Walter-Benjamin-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Institut für Biochemie der Universität Leipzig ist selbst eingeworben.

Bis Ende Juli 2028 wird die Biologin unter der Leitung von Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger an biologisch abbaubaren Implantat-Materialien mithilfe kurzer Aminosäure-Ketten (zelladhäsive Peptide) forschen.Am Klinikum Sankt Georg in Leipzig hat ein bekanntes Gesicht eine neue Aufgabe übernommen: Dr. Christian Schmidt ist seit dem 1. Juli offiziell Chefarzt der Klinik für Internistische Onkologie und Hämatologie. Für den 46-Jährigen ist es der nächste Schritt einer fast 20-jährigen Karriere im selben Haus.Schmidt stammt aus Freiberg in Sachsen und studierte Medizin an der TU Dresden. Bereits 2006 begann er seine klinische Ausbildung am Sankt Georg – und blieb. Schritt für Schritt arbeitete er sich hoch: Facharzt für Innere Medizin, dann für Hämatologie und Onkologie, später Ober- und Leitender Oberarzt. Seit Anfang 2026 führte er die Klinik bereits kommissarisch, nachdem seine Vorgängerin Dr. Luisa Mantovani Löffler in den Ruhestand getreten war.Nun ist der Wechsel besiegelt. Schmidt will die Klinik fachlich stärken und enger mit anderen Abteilungen und externen Partnern vernetzen. Sein Schwerpunkt liegt auf moderner Krebsbehandlung – er koordiniert das Pankreaskrebszentrum und leitet seit diesem Jahr das Zentrum für hämatologische Neoplasien, das sich um Erkrankungen des Blutes kümmert. Medizinischer Geschäftsführer Prof. Michael Geißler zeigte sich erfreut: „Er hat die Klinik in einer Übergangsphase mit großem Engagement geführt. Ich bin überzeugt, dass er sie weiter voranbringen wird.“



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