Eine Hommage an die Fotografin Aenne Biermann

Leipzig. Eine Hommage an die jüdische Fotografin Aenne Biermann kann man ab Freitag, 4. September, in der Galerie für zeitgenössische Kunst (GfzK) in Leipzig sehen: Dann wird mit einer Vernissage ab 19 Uhr die Ausstellung „DamenzimmerHerrenschnitt.“ von Heide Specker eröffnet, die dann bis zum 10. Januar 2027 besucht werden kann.

Heide Specker hat sich mehrere Jahre auseinandergesetzt mit dem Leben und dem Werk von Aenne Biermann: Ausgehend von öffentlichen und privaten Sammlungen, von Erinnerungen der Nachfahrinnen und Nachfahren sowie historischen Recherchen zur Fluchtgeschichte der Familie Biermann zeichnet sie eine durch die politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts geprägte Geschichte nach.

Aenne Biermann war eine besondere Figur der Stadtgesellschaft von Gera – in den 1920er Jahren ein kosmopolitischer Ort. In nur wenigen Jahren wurde aus der Autodidaktin eine wichtige Vertreterin der Avantgarde-Fotografie. Sie trug die Haare kurz, einen „Herrenschnitt“, und ließ ihr Arbeitszimmer von einem der angesagtesten Architekten ihrer Zeit gestalten. Ihre Fotografien zeichnet das „Neue Sehen“ aus, also die intensive Betrachtung der unmittelbaren Umwelt sowie ungewöhnliche Perspektiven auf Menschen und Dinge.

Infos: www.gfzk.de

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