„Jewish Tunes“ bei Con Spirito
Festival findet vom 12. bis 20. September statt

Sie spielt beim Festival Con Spirito (unter anderem) Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy: Die Pianistin Annegret Kuttner.Foto: Vieri Bottazzini
Leipzig. Wie klingen sie, die jüdischen Einflüsse in der Musik im Allgemeinen und in der Leipziger Musik im Besonderen? Dieser Frage geht das Leipziger Kammermusikfestival Con ­Spirito vom 12. bis 20. September unter dem Motto „Tacheles – Jewish Tunes der Leipziger ­Romantiker“.

In diesen Festivaltagen werden die Freundschaften zwischen den Schumanns und den Mendelssohns hörbar gemacht. Ebenso wie die engen Bindungen zu Joseph Joachim, ­Giacomo Meyerbeer, Heinrich Heine, Ferdinand Hiller und Ferdinand David. Auch Richard Wagner rückt mit seiner jugendlichen Schwärmerei für Felix Mendelssohn Bartholdy und Giacomo Meyerbeer ins Blickfeld – wobei diese Begeisterung ja später ins Gegenteil umschlug. Zum sechsten Mal lockt Con Spirito in die Europäischen Kulturerbestätten der Stadt Leipzig und dies mit insgesamt sieben Konzertterminen.

Zum Auftakt wird am Samstag, 12. September, um 18 Uhr in den Mendelssohn-Saal des Gewandhauses geladen: Im Programm „Schattenspiele“ erklingt beispielsweise die Ouvertüre zu „Egmont“ nach Ludwig van Beethoven in der kammermusikalischen Bearbeitung von Ignaz Moscheles, das Klarinettentrio op. 40 von Carl Frühling und das Streichoktett op. 20 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die weiteren Konzerte stehen unter spannenden musikalischen Themen: So geht es am Dienstag, 15. September, ab 19 Uhr in der Alten Nikolaischule um „Wagner: Profiteur und Verächter“, während am Samstag, 19. September, um 19 Uhr in der Grieg-Begegnungsstätte um „Stalins jüdische Melodien“ gehen wird.

Zum Abschluss von Con Spirito wird am Sonntag, 20. September, in die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ geladen: Ab 11 Uhr geht es unter dem ­Titel „Mendelssohn Tunes – woher kommt die Melodie“ um den namensgebenden Komponisten. Aufgeführt werden das Lied ohne Worte op. 109 für Cello und Klavier, das Streichquartett op.44/2 (erster Satz) oder die Streichersinfonie Nr. 7 D-Dur (erster Satz). und red./jw

Infos:

www.conspiritoleipzig.de

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