Zudem versteht sich dieses Festival als erster Schritt der neuen Nutzung eines (scheinbar) abgeriegelten Areals mitten in der Innenstadt: Mit freiem Eintritt und vielfältig aufgestellt von Familienprogramm bis Clubkultur versteht sich die Veranstaltung als Einladung an die gesamte Stadtbevölkerung, den Platz nicht nur als historischen Ort, sondern als aktiven Begegnungsraum neu zu entdecken. Denn „Mehr Wert“ soll den Beginn einer angedachten, temporären Bespielung des Matthäikirchhofes markieren. Der Hintergrund: Bis heute wirkt das Areal des einstigen „Stasi-Riegels“ wie ein Fremdkörper im Innenstadt-Bild – abgeriegelt und vernachlässigt.
Nun soll es drei Tage lang geöffnet werden – für Akteurinnen und Akteure der freien Kulturszenen, aber auch von Initiativen aus Demokratie und Bildung sowie der Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung. Das Programm wird künstlerische Beiträge, Diskussionsforen und interaktive Beteiligungsformate umfassen: Diese sollen zeigen, wie stark das Engagement vieler Kulturschaffender, Vereine und Netzwerke zur Solidarität und Offenheit Leipzigs beiträgt. Genaue Programmdetails sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden. Genaue Infos sollen auch zum geplanten Crowdfunding folgen – dieses soll bei der Finanzierung des Festivals helfen.
Fest steht, dass quasi als Festivalbegleitung am 11. und 12. September ein Symposium zum Wert der freien Kulturszene stattfinden wird. Dabei soll im Stasi-Unterlagen-Archiv eine zentrale Frage beantwortet werden: Welche Rolle spielt Kultur für das demokratisches Zusammenleben? Expertinnen und Experten geben Impulse, leiten Workshops und debattieren dort gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren der freien Kulturszene, Kulturpolitik und Kulturverwaltung über die Rolle, den Wert und die Zukunft der freien Kulturszene. Ach ja – für dieses Symposium kann man sich schon anmelden und zwar unter E-Mail: anmeldungsymposium@leipzigpluskultur.de.
Infos:
www.leipzigpluskultur.de