Der Grafiker Jochen Fiedler – geboren am 12. Juli 1936 in Bunzlau/Schlesien – prägte die Plakatgestaltung in Leipzig über Jahrzehnte maßgeblich. Neben Werbemotiven für Oper, Zoo und viele andere bestechen seine Plakate mit aktuellen und kritischen Zeitbezügen durch ihre unverwechselbare eindrückliche Bildsprache.
Nach einer Lehre als Gebrauchswerber in der Konsum-Genossenschaft Görlitz studierte Jochen Fiedler ab 1956 an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin-Oberschöneweide. Seit 1961 ist er selbstständig in Leipzig tätig und arbeitet seither eng mit seiner späteren Ehefrau, der Grafikerin Jutta Damm zusammen. Von 1980 bis 2001 unterrichtete er an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein Halle. Unter Udo Zimmermann – also von 1990 bis 1997 – verantworteten er und Jutta Damm-Fiedler die Gesamtgestaltung der Werbematerialien für die Oper Leipzig.
Im Jahr 2011 gründete Fiedler mit anderen Künstlerinnen und Künstlern den Verein plakat-sozial: Dieser organisierte seither zahlreiche Ausstellungen mit international bekannten Plakatkünstlern, die politisch und gesellschaftskritisch Stellung beziehen. Genau daran schließt „Akzidenzen und Plakate“ an: Die ausgewählten Werke setzen pointierte und ausdrucksstarke Zeichen zu aktuellen und zeitkritischen Themen. Die Ausstellung ist bis 6. September kostenfrei Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr zugänglich.
Infos:
www.stadtgeschichtliches-
museum-leipzig.de