„Barriere:Zonen“-Ausstellung in Wandelhalle

Leipzig. Wie lebt ein Mensch mit Behinderung dort, wo Krieg, Flucht und Gewalt den Alltag bestimmen? Antworten auf diese Frage gibt die Wanderausstellung „Barriere:Zonen – Leben und Überleben mit Behinderung weltweit“, die noch bis 27. August in der Unteren Wandhalle des Neuen Rathauses Leipzig zu sehen ist.

Auf 18 überlebensgroßen Fotografien begegnen Besucherinnen und Besucher Menschen, deren Leben durch Krieg, Vertreibung und Gewalt geprägt wurde – im Gazastreifen, in der Ukraine, in Flüchtlingslagern im Kongo und Uganda sowie in Vietnam und Laos. Die Porträts erzählen von Verlust, Verletzlichkeit und Ausgrenzung. Zugleich berichten sie von Mut, Hoffnung und außergewöhnlicher Stärke. Sie machen sichtbar, dass Menschen mit Behinderungen weltweit häufig doppelt betroffen sind: von den Folgen bewaffneter Konflikte und von Barrieren, die ihre gleichberechtigte Teilhabe erschweren.

Die Ausstellung im Neuen Rathaus Leipzig versteht sich deshalb nicht nur als fotografische Dokumentation, sondern auch als eindringlicher Appell für Menschenwürde, Inklusion und Solidarität. Sie entstand in Zusammenarbeit zwischen dem mehrfach ausgezeichneten Fotojournalisten Till Mayer und der Hilfsorganisation Handicap International. Damit sie für möglichst viele Menschen zugänglich ist, wurde die Ausstellung barrierefrei und multimedial gestaltet.

Für den Besuch stehen neben Begleitmaterialien in Leichter Sprache ein Audioguide als Web-App, der die Ausstellung für blinde und sehbehinderte Menschen erlebbar macht, sowie QR-Codes mit weiterführenden Informationen zur Verfügung. red.
Druckansicht