Den Mittelpunkt des Festivals bildet die Premiere von „Hiatus“, der neuen Eigenproduktion des Leipziger Tanztheaters. Choreografin Eva Thielken, die seit Jahren als Tänzerin, Choreografin und künstlerische Leiterin zum Leipziger Tanztheater gehört, hat das Stück gemeinsam mit der Company entwickelt. Damit kehrt die künstlerische Leitung nach mehreren Spielzeiten mit internationalen Gastchoreografinnen und -choreografen wieder ins eigene Haus zurück.
„Hiatus“ – das lateinische Wort für „Lücke“ oder „Öffnung“ – ist mehr als ein Titel. Es ist ein Programm. Das Stück kreist um die Idee, dass das Leben nicht trotz, sondern gerade durch Widersprüche, Unsicherheit und das mögliche Misslingen lebendig wird. Die Tänzerinnen und Tänzer erforschen in einer eigens entwickelten Bewegungssprache Begegnungen, die keine Harmonie erzwingen, sondern Unterschiede stehen lassen. Ein Stück über das Dazwischen – und über das, was dabei entsteht.
Wer selbst aktiv werden möchte, hat die Gelegenheit dazu: Im Rahmen eines Workshops führt Eva Thielken Interessierte in die künstlerische Arbeitsweise von „Hiatus“ ein. In improvisatorischen Aufgaben und Partnerarbeit können die Teilnehmenden spüren, was es bedeutet, gegensätzlichen Bewegungen zu begegnen.
Neben der Premiere zeigt das Festival weitere Produktionen der verschiedenen Companies des Tanztheaters: Die Juniorcompany gastiert mit dem Stück „Interlude Inn“, die jüngeren Tänzerinnen und Tänzer bringen „Reinpflanzlich“ und „Menschine“ auf die Bühne, und die Seniorcompany lädt mit „Nachhall“ zu einer berührenden Reflexion über Erinnerung und Vergänglichkeit ein. Ergänzt wird das Programm durch eine Filmvorführung über Germaine Acogny, eine der prägendsten Figuren des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes. Gespielt wird an der Schaubühne Lindenfels, im LOFFT – Das Theater und im Leipziger Tanztheater selbst. Tickets sind über die jeweiligen Veranstaltungsorte erhältlich.
Infos:
www.leipzigertanztheater.de.